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Der Maschinenbauer Dürr verzeichnet einen Gewinnrückgang um 18 Prozent. Grund sind gestiegene Sonderaufwendungen für einen geplanten Stellenabbau.
Bietigheim-Bissingen - Die finanzielle Leistung des Maschinenbauunternehmens Dürr wurde im vergangenen Jahr durch erhöhte Sonderausgaben für einen geplanten Stellenabbau deutlich beeinträchtigt. Der Finanzvorstand Dietmar Heinrich erklärte, dass Rückstellungen von etwas mehr als 50 Millionen Euro, hauptsächlich für Aufhebungsverträge, eingeplant wurden. Laut vorläufigen Geschäftszahlen sank das Nettoergebnis 2023 um etwa 18 Prozent auf 110,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) bekannt gab.
Im November des vorherigen Jahres hatte Dürr angekündigt, bei der Tochtergesellschaft Homag, die das Geschäft mit Holzbearbeitung umfasst, 600 von fast 7.500 Arbeitsplätzen zu streichen, davon 350 in Deutschland. Als Grund für diese Maßnahme wurde eine deutlich schwache Nachfrage in den Bereichen Möbel und Bau genannt. Auch bei der Bosch-Hausgerätetochter BSH sollen massiv Stellen abgebaut werden.
Dürr mit Rekordumsatz - Auftragseingang ging 2023 aber zurück
Trotz der genannten Herausforderungen erreichte Dürr 2023 einen Rekordumsatz. Die Einnahmen stiegen nach Unternehmensangaben um 7,3 Prozent auf etwa 4,63 Milliarden Euro. Es wurde betont, dass der Konzern von der Entspannung in den Lieferketten und dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen profitiert habe. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 280,4 Millionen Euro, was mehr als ein Fünftel höher ist als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang ging jedoch um 7,8 Prozent auf etwa 4,62 Milliarden Euro zurück.
Trotz dieser Entwicklung bezeichnete der Dürr-Chef Jochen Weyrauch 2023 als ein gutes Geschäftsjahr. Für das aktuelle Geschäftsjahr strebt Dürr einen Auftragseingang zwischen 4,6 und fünf Milliarden Euro an. Der Umsatz soll um zwei bis acht Prozent steigen. Die endgültigen Zahlen will Dürr in seinem Geschäftsbericht am 20. März präsentieren. BW24 hatte im vergangenen Jahr darüber berichtet, welche Gehälter der Maschinenbauer aus Baden-Württemberg zahlt.
Der Redakteur Julian Baumann hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. (dpa/jul)
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