Guten Morgen

Unterwegs im Elektroauto: Auf der Suche nach dem Hypercharger

  • schließen

In der Kolumne "Guten Morgen" berichtet Constantin Blaß ein weiteres Mal über seine Erfahrungen mit dem Elektroauto. Diesmal lernt er, dass Laden gelernt sein will.

Aalen. Als treue Leserinnen und Leser wissen Sie's: Ich fahre neuerdings ein E-Auto. Nachdem meine ersten Schritte eher peinlicher Natur gewesen sind und ich mühsam gelernt habe, wie einfach doch die Tankklappe eines Hyundai IONIQ 5 zu öffnen ist, habe ich mich mit dem Auto erstmals auf Langstrecke begeben.

Die positiven Dinge zuerst: Ich bin angekommen. Auch nicht liegengeblieben. Und am Stau im Sauerland, in dem auch ein Aalener Reisebus der OVA stand, war kein E-Auto schuld. Aber: 400 Kilometer am Stück - keine Chance. Das wusste ich natürlich vorher und hatte einen Ladestopp in Wertheim eingelegt.

Statt des erhofften „Hypercharger“ – eine Ladesäule, die gut 80.000 Euro kostet und 300 kW laden kann – gab es aber nur die 150-kW-Version. Aus dem erhofften, 20-minütigen Zwischenstopp, wurden 44 Minuten, bis die Batterie wieder bei knapp über 80 Prozent war. Weit mehr als eine Pinkelpause. Und über den Strompreis hülle ich den Mantel des Schweigens.

Hoffnung auf freie Ladesäulen – und 300 kW

Ich erinnerte mich an die Diesel-Zeiten. Schnell tanken. Schnell weiterfahren. Vor Jahrzehnten auch mal günstig. Herrlich. Erst recht, als ich mir gedanklich durchrechnete, wie lange der Ladevorgang dauern würde, wenn nur 50 kW oder 11 kW zur Verfügung stünden.

Für Letzteres kann ich es Ihnen – zurück in Aalen – für den Sprung von zehn auf 100 Prozent Batterieleistung sagen: mehr als sechs Stunden. Seitdem plane ich meine Reisen etwas besser – und hoffe auf freie Ladestationen.

PS: In Aalen und Umland bieten die Stadtwerke Aalen – laut Homepage – lediglich elf Ladesäulen an. Und Sie ahnen es sicher: Richtig Power haben sie alle nicht. Die Ladesäulen bieten lediglich 22 kW.

Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer

Kommentare