Was die Bahnhaltestellen mit der Klinik-Debatte im Ostalbkreis zu tun haben

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Der Aalener Westen bekommt den Bahnhalt. Aber wie sieht es sonst aus zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd?
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Aktuelle Studie: Wo es einen weiteren Remsbahn-Halt zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen geben könnte. Und was eine mögliche Regionalversorger-Klinik in Essingen im Ostalbkreis damit zu tun hat.

Aalen. Hört sich furchtbar trocken an: „SPNV-Ergänzungsstudie zur Entwicklung des Schienenkorridors Stuttgart - Nürnberg“. Darin geht's im Kern darum, dass es auf der Schiene im Ostalbkreis mehr Angebote gibt und was gemacht werden kann, damit sich die Reisezeit mit der Bahn verkürzt. Dazu gehört auch, dass die Planer sich damit beschäftigt haben, ob und welche Bahnhalte es zusätzlich geben soll - zum Beispiel auf der Remsbahn zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut: Dieses Thema hat mit der Klinik-Debatte im Ostalbkreis zu tun - und der Frage, wo künftig ein Zentralklinikum als Regionalversorger gebaut werden könnte.

Die aktuelle Studie

Die Vorgeschichte: Gesetzt ist der bereits genehmigte Aalener Bahnhalt West. Nach der Studie des Planungsbüros Ramboll sieht Projektleiter Ralf Jungelt aktuell nur einen weiteren Haltepunkt in Hussenhofen oder im Gmünder Schießtal für umsetzbar und förderwürdig. Diese Studie wurde am Freitag im Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung vorgestellt.

Hoffnungen in Essingen

Zugrunde gelegt haben die Planer dabei die möglichen Fahrgastzahlen. Diese seien im Schwäbisch Gmünder Osten höher als in Essingen. In Essingen hingegen gibt es große Hoffnungen auf einen eigenen Bahnhalt - und man bringt dies in Zusammenhang mit der Klinikdebatte. Kommt eine Klinik, dann gibt's auch mehr potenzielle Bahnfahrgäste, so die Überlegung. Und die Chancen auf einen Bahnhalt steigen.

Landrat Bläse ist diplomatisch

Birgt das Gutachten also eine schlechte Nachricht für die Essinger Pläne in Bezug auf einen Bahnhalt? Landrat Dr. Joachim Bläse äußert sich auf Anfrage diplomatisch. „Sollten wir uns für einen Regionalversorger in Essingen entscheiden, dann werden wir uns die Bedarfszahlen nochmals anschauen.“ Und dann könnte es laut Bläse sein, dass es „eine Verschiebung gibt“, durch die Essingen sich dann an Schwäbisch Gmünd vorbei auf Platz zwei schiebt.

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