VonGerhard Königerschließen
Über die Demonstration am Taj Mahal.
Um was ging es an diesem Abend vor und im Taj Mahal? Um die Politik der Ampelregierung in der Krise oder um Demokratie? Um beides. Demonstrierende wie die Politikerin nehmen für sich in Anspruch, die Zusammenhänge richtig zu sehen. Eigentlich wären da Diskussion, Faktencheck, Kompromisse angebracht. Aktuell sind viele so voller Wut und Hass, sie wollen keine Diskussionen mehr. Warum das so ist? Wut und Hass resultieren aus Angst und dafür gibt es derzeit genügend Gründe: Die Energiekrise bedroht den Wohlstand, nicht nur der Landwirte, die Klimakrise die Zukunft aller Menschen rund um den Globus. Atomkraftwerke stehen unter Beschuss. Putins Krieg und die Drohgebärden mit den Atomwaffen, der Pflegenotstand, der Spritpreis, das Artensterben, all das macht Angst. Für gute Politik gegen diese Bedrohungen wählen wir Menschen unseres Vertrauens, die dann eine Regierung bilden. Alle können sich einbringen, zur Wahl gehen, selbst kandidieren, eine Partei gründen, demonstrieren. Wer dabei gewaltfrei bleibt und unseren Staat nicht grundsätzlich in Frage stellt, ist Teil davon. Wer aber am liebsten „alle aufhängen“ möchte, der steht nicht mehr auf dem Boden, den sich dieses Land selbst gegeben hat. Die Freiheiten dieser Demokratie genießen und gleichzeitig dagegen anschreien, das ist nicht mehr politisch, das ist nur noch schäbig.
Ricarda Lang in Ellwangen: Polizei ermittelt nach Protesten bei Veranstaltung der Grünen
