VonSascha Karowskischließen
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) treibt die Sanierung von Tram und U-Bahn voran. 2025 müssen sich Pendler wieder auf Sperrungen einstellen.
München - Das Wort „Schlitzwanddeckenfugensanierung“ würde es vermutlich bei keiner Zeitung der Welt in die Schlagzeile schaffen. Auch in München nicht. Zu sperrig. Dennoch: Die Münchner sollten es sich merken, denn die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wird in den nächsten Jahren unter anderem an 30 Bahnhöfe eben jene Fugen zwischen Wand und Decke der U-Bahnhöfe sanieren. Das haben die Verkehrsbetriebe am Donnerstag im Rahmen ihres Baustellen-Fahrplans für 2025 bekannt gegeben. Und der hat es in sich, Kunden werden sich nicht nur auf sperrige Wörter einstellen müssen.
Baustellen bei U-Bahn und Tram in München: 40 Maßnahmen allein am Bahnhof Implerstraße
Bei der U-Bahn allein bündelt die MVG mehr als 40 Maßnahmen am Bahnhof Implerstraße und dem südlichen Abschnitt der U6. Außerdem wird die Sanierung des U-Bahn-Bauwerks am Stachus – ohne Einschränkungen im U-Bahn-Betrieb – mit dem Austausch der darüber liegenden Tramgleise in einer gemeinsamen Maßnahme zusammengefasst.
Für U3/U6-Nutzer ist wichtig, dass die Linien in zwei Phasen unterbrochen werden. Vom 17. Februar bis 9. März fällt die U3 im Abschnitt Goetheplatz – Implerstraße. aus. Die U6 fährt nicht am U-Bahnhof Poccistraße. Zwischen Goetheplatz und Implerstraße gibt es alle zehn Minuten einen Pendelzug. Zudem wird ein SEV eingerichtet. Vom 10. März bis Ende Mai fährt die U3 wieder, aber die U6 nicht zwischen Harras und Klinikum Großhadern. Auch hier gibt es einen SEV. Die Verkehrsbetriebe erneuern in dieser Zeit unter anderem vier Weichen, 15 Kilometer Stromschienen sowie die Fahrschiene auf einer Strecke von 2,1 Kilometern.
Baustellen bei U-Bahn und Tram in München: Am Stachus fasst die MVG mehrere Projekte zusammen
Die nächste Geduldsprobe gibt es dann am Stachus. Die MVG verknüpft die Sanierung eines Bauwerks mit der Erneuerung der Tramgleise oben. Von Januar bis Ende Mai finden die Bauarbeiten noch bei laufendem Trambetrieb statt, während die Autospuren teilweise auf zwei pro Richtung reduziert werden. Grund: Schlitzwanddeckenfugensanierung! Von Juni bis August wird diese dann im Bereich des Grünstreifens, des Straßenbereichs und der Gleise instandgesetzt. Parallel dazu werden von Juni bis August die Schienen der Linien 19, 21, 27 und 28 im Abschnitt zwischen Prielmayerstraße und Elisenstraße erneuert. Wegen dieser Sanierungsarbeiten und der parallel geplanten Gleiserneuerung am Maxmonument können die Trams 19 und 21 den Abschnitt Stachus – Maxmonument nicht bedienen, die Trams 27 und 28 fahren nicht zwischen Stachus und Kurfürstenplatz.
Zudem wird das Gleisdreieck am Nordbad erneuert (September bis November). Und auch bei der Tram-Westtangente geht es weiter: Unter anderem soll ab Herbst die Brücke über die A96 abgerissen und bis 2027 neu errichtet werden.
