Verabschiedung

40 Jahre Förster in Fall: Karl Karpinski geht in den Ruhestand

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Neuer und alter Revierleiter der bayerischen Staatsforsten in Fall (v. li.) Lorenz Biller und Karl Karpinski sowie der stellvertretende Forstbetriebsleiter Robert Krebs.

Im Bereich von Fall kennt Karl Karpinski buchstäblich jeden Winkel. Jetzt geht der 64-Jährige in Ruhestand. Sein Nachfolger stammt aus Tegernsee.

Fall/Vorderriß – Nach 40 Jahren an der Spitze des Forstreviers in Fall geht Karl Karpinski mit 64 Jahren in den Ruhestand. Sein Nachfolger Lorenz Biller (41) aus Tegernsee steigt in „große Fußstapfen“.

Mit Karpinski gehe ein „erfahrener, zuverlässiger und loyaler“ Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten, der mit einem „hervorragenden fachlichen Wissen sein Revier immer im Griff hatte“, sagt der stellvertretende Forsbetriebsleiter Robert Krebs bei der Verabschiedung. Die Feier fand im Ludwig-Thoma-Haus in Vorderriß statt – mit allen Mitarbeitern innerhalb und außerhalb des Reviers.

Gleichzeitig stellte sich der neue Revierleiter Lorenz Biller vor, der sich mit seiner neuen Aufgabe einen Traum verwirklicht. „Für mich war es immer ein Wunsch als Förster am Berg nicht weit weg von daheim zu arbeiten“, sagt er. Für den Wittelsbacher Ausgleichsfonds betreute er verschiedene Revierteile in Bayern zwischen der Donau und dem Hochgebirge. Nach der darauf folgenden Zeit bei den Staatsforsten in Ruhpolding sei er nun an seinem Ziel angekommen. Über den „nahtlosen Übergang“, freut sich Robert Krebs. Lorenz Biller könne auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen und ohne viel Einarbeitung anfangen.

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Biller übernimmt als Revierleiter ein großes Aufgabenspektrum. Dazu gehört die Waldpflege, der Wegeunterhalt, die Verteilung der Weiderechte und ganz besonders auch die Jagd. „Wir laufen heute nicht mehr mit dem Dackel durch den Wald“, sagt Biller, „ein Revierleiter ist mehr ein Waldmanager geworden.“ Auch die Schutzwaldsanierung spiele in Fall eine große Rolle. An der B 307 und der B 13 müsse der Wald vor Erosion geschützt werden. Dies geschieht durch Holzrechen, da sie besser in die Landschaft eingefügt werden können.

Auch die sogenannte Besucherlenkung sei in Fall ein Thema. „Man muss Natur und Tourismus unter einen Hut bringen“, sagt Biller. Statt eines Gegeneinanders fordere er mehr Miteinander.

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Biller war sich seit seiner Kindheit sicher, dass er Förster wird. „Schon in der zweiten Klasse habe ich als Traumberuf Förster in mein Poesiealbum geschrieben“, erzählt er. Die Arbeit sei „physisch anspruchsvoll“ aber für ihn eine Berufung. „Es ist schön dort arbeiten zu können, wo andere Urlaub machen“, sagt der 41-Jährige. Er hoffe, sich gut in das neue Team integrieren zu können und ein Bindeglied zwischen den Forstarbeitern zu werden. Karl Karpinski freut sich über seinen Nachfolger: „Er ist fachlich sehr gut, und auch das Menschliche passt“.

Biller sagte, er versuche sein Bestes zu geben und alles umzusetzen, was ihm sein Vorgänger „mit auf den Weg gibt“. Nur die 40 Jahre werde er nicht mehr schaffen.  (abo)

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