VonDieter Dorbyschließen
Die aktuellen Brennpunkte in der Welt machen wenig Hoffnung, dass sich die Zahl der Asylbewerber in absehbarer Zeit verringern wird. Im Gegenteil: Es werden wohl noch mehr.
Wie Landratsamtssprecherin Sophie Stadler auf Nachfrage mitteilt, habe die Regierung von Oberbayern den Landkreis bereits vorgewarnt, dass künftig jede Woche – statt bislang nur 14-tägig – ein Bus mit bis zu 50 neuen Flüchtlingen in den Landkreis geschickt werden könnte, die dann vor Ort unterzubringen sind.
Konkret rechnet man mit zusätzlichen Flüchtlingen aus Palästina, Aserbaidschan und dem Kosovo. Entsprechend sei es derzeit komplett unabsehbar, bis wann die Turnhallen wieder für den Sport freigegeben werden können.
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Und selbst wenn die Hallen in Miesbach und Tegernsee leer wären, müssten sie erst vom Freistaat wieder instandgesetzt werden, wobei Begutachtung, Kostenübernahme, Auftragsvergabe und Ausführung zu berücksichtigen seien. Hinzu komme das Problem, dass die Belüftung der Hallen für eine Dauerbelegung mit so vielen Menschen nicht ausgelegt sei. Für den Landkreis ein unlösbares Problem, wie Stadler sagt: „Wir sind an der Kapazitätsgrenze.“
ddy
