VonSascha Karowskischließen
Die Verwaltung in München will acht neue Parklizenzgebiete einrichten. In Pasing etwa müssten Anwohner und Besucher dann zahlen, wenn sie ihr Auto auf öffentlichen Flächen abstellen.
München - In München könnten acht neue Parklizenzgebiete entstehen. Wo das Parken bislang weitgehend kostenfrei war, würden künftig Anwohner und Besucher zur Kasse gebeten.
Parklizenzgebiete in München: Stadt bewirtschaftet aktuell rund 100 000 Stellplätze in 76 Gebieten
Aktuell gibt es 76 Parklizenzgebiete in der Stadt, zusätzlich dazu die Altstadt, den Hauptbahnhof, den Domagkpark und die Messestadt Riem mit insgesamt circa 100 000 Parkplätzen. Im Laufe dieses Jahres könnten weitere Gebiete in Mittersendling, am Mangfallplatz, Scharfreiterplatz, in Gern und in Pasing Süd hinzukommen. Zudem sind die Erweiterung des Bestandsgebietes Partnachplatz und die Einführung von Parkraummanagement im Neubauquartier Freiham geplant. Der Stadtrat soll noch zustimmen.
Die Stadt hat die Möglichkeit, in bestimmten Zonen Parklizenzgebiete einzurichten, wenn die Stellplätze im öffentlichen Raum besonders knapp sind. Anwohner können dann für 30 Euro einen Ausweis erwerben und ihr Fahrzeug damit in dem jeweiligen Gebiet beliebig lange abstellen. Wer keinen Ausweis hat, darf mit Parkschein begrenzt, an manchen Stellen vielleicht sogar nicht parken.
Parken in München wird teurer: Stadt hebt Gebühren fürs Zeitparken an - Ausweise kosten weiter 30 Euro
Die Stadt hatte die Gebühren für das Zeitparken erst angehoben. Dass der Anwohnerparkausweis in München lediglich 30 Euro kostet, war bereits mehrfach Gegenstand von Debatten. Eine Erhöhung der Kosten müsste der Freistaat genehmigen, der das aber seit Jahren mit Verweis auf immer weiter steigende Lebenshaltungskosten verweigert. Zum Vergleich: Städte wie Wien (120 Euro/Jahr), Freiburg (200 Euro/Jahr), Kopenhagen (158 Euro/Jahr), Amsterdam (535 Euro/Jahr) und Stockholm (827 Euro/Jahr) erheben eine deutlich höhere Gebühr.
