VonGabi Wernerschließen
Mit dem Gmunder Volksfest startet am Tegernsee die Festerl-Saison. Gefeiert wird – wie schon in den Vorjahren – kurz und knackig: Ab 9. Mai geht es heuer fünf Tage lang auf dem Volksfestplatz rund.
Gmund – Die Zeiten, als in Gmund zehn Tage lang Volksfest-Betrieb herrschte und die Nachbarn teilweise auf die Barrikaden gingen, sind mittlerweile vorbei: 2017 hatte die Gemeinde die Traditionsveranstaltung erstmals auf fünf Tage verkürzt und das Programm entsprechend komprimiert. Das Konzept hat sich offenbar als gut erwiesen. Auch heuer wird es beibehalten – ebenso wie der frühe Termin. „Wir sind mit dem Volksfest immer weiter nach vorne gerückt“, erzählt Festwirtin Claudia Fahrenschon. Mit gutem Grund: Die Gmunder Traditionsveranstaltung soll keinesfalls mit der Waldfest-Saison kollidieren. „Mit den Waldfesten können wir nämlich aufgrund der Öffnungszeiten nicht konkurrieren“, macht Fahrenschon deutlich. Die Wirtin spricht aus Erfahrung: Zum sechsten Mal in Folge richtet die Familie Fahrenschon aus Rosenheim das Gmunder Volksfest nun schon aus.
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Das neue Konzept ermöglicht es, dass nun auch in Gmund an zwei Abenden zumindest ein bisserl länger gefeiert werden kann. Am Freitag und Samstag, 10. und 11. Mai, darf die Musik immerhin bis 22.30 Uhr spielen, der Ausschank endet erst um 23 Uhr. An allen anderen Tagen sei bereits eine halbe Stunde früher Schluss, teilt Georg Dorn vom Gmunder Rathaus mit. Zu fortgeschrittener Stunde scharen sich die Besucher gerne um die so genannte Maibaumbar, die jeweils ab 20 Uhr geöffnet hat.
Mit der Resonanz der Gäste ist Claudia Fahrenschon mittlerweile recht zufrieden. „Auch die jungen Leute haben das Volksfest wieder für sich entdeckt“, berichtet sie. Vor allem am Samstag wird dieses Klientel heuer auf seine Kosten kommen. Dann sorgt die Münchner Partyband Cagey Strings im Festzelt für Stimmung. „Die ist schon vor zwei Jahren bei ihrem Auftritt in Gmund sehr gut angekommen“, erinnert sich die Organisatorin.
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Auch sonst hält die Familie Fahrenschon an Bewährtem fest. Gestartet wird am Donnerstag mit einem Standkonzert vor dem Rathaus und dem festlichen Einzug ins Zelt, am Freitag steht der Familientag mit vergünstigten Preisen auf dem Programm, am Samstag das Schafkopfturnier. Aber es gibt heuer auch eine Besonderheit: Gleich zwei Jubiläen werden im Rahmen des Gmunder Volksfestes gefeiert. Am Sonntag (12. Mai) begeht der Trachtenverein Neureuther mit einem Festtag sein 130-jähriges Bestehen im Zelt, am Montag (13. Mai) gibt die Blaskapelle Gmund ein Jubiläumskonzert zu ihrem 100. Geburtstag.
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Dass das Gmunder Volksfest so früh im Jahr über die Bühne geht, ist in den Augen Fahrenschons kein Nachteil. Mit Blick auf das schöne Frühlingswetter an Ostern meint sie: „Es gibt doch nichts Schöneres.“ Auch für die Wirtsfamilie ist Gmund heuer das erste Volksfest, das sie in diesem Jahr ausrichtet: „Und wir freuen uns narrisch darauf.“ Zu der Gemeinde und auch zu den Nachbarn habe man inzwischen ein gutes Verhältnis. „Die meisten feiern an den fünf Tagen einfach mit – und so soll es ja auch sein.“ Ähnlich sieht es Bürgermeister Alfons Besel, der ebenfalls von einem bewährten Konzept spricht und an Dauer und Größe des Festes auch künftig festhalten möchte.
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