Verbotszonen in der Stadt

Strafen bis zu 50.000 Euro drohen: Welche Silvester-Regeln in München gelten

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Wer's in München zu Silvester krachen will, sollte einiges beachten. Denn: In der Stadt gibt es einige Verbotszonen für Böller und Raketen.

München – Der Countdown läuft – Silvester steht vor der Tür. Viele Münchner sind schon heiß auf das große Feuerwerk! Doch wer es in München zum Jahreswechsel krachen lassen will, sollte einiges beachten: Denn in der Stadt gelten wieder Böllerverbotszonen. So ist es innerhalb des Mittleren Rings verboten, Böller zu zünden. „Also alles, was nur knallt“, sagt eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats (KVR). Raketen sind innerhalb des Rings hingegen erlaubt.

Ein komplettes Feuerwerksverbot gilt nur in der Fußgängerzone (vom Marienplatz bis zum Stachus, Rosen-, Wein- und Dienerstraße) und am Viktualienmarkt.

Feuerwerk über München! Innerhalb des Rings sind Böller aber verboten.

Silvester in München: Böllerverbot innerhalb des Mittlerin Rings notwendig

Das Böllerverbot innerhalb des Rings ist in München bereits seit 2019 in Kraft. In dicht bebauten Innenstädten wie in München sei das nötig, sagt eine Sprecherin des KVR – dort bestehe eine besondere Gefahrenlage: „Das Polizeipräsidium München dokumentierte dort in der Vergangenheit bei spontanen Silvesterfeierlichkeiten zahlreiche Verstöße und gefährliche Situationen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern.“ So hätten sich in der Vergangenheit Feierende teils gegenseitig beschossen oder Böller in Menschenmengen geworfen, so die Sprecherin.

Ein Böller-Verbotsschild in der Münchner Innenstadt. Wer sich nicht daran hält, muss Strafe zahlen.

In der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, Kirchen oder brandempfindlichen Gebäuden wie etwa Fachwerkhäusern ist Pyrotechnik bundesweit verboten. Die Verbote kontrolliert die Münchner Polizei. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 50.000 Euro.

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Tierschützer fordern Verbotszone für Feuerwerk um Zoo und Tierheim in München

Einigen geht das jedoch nicht weit genug. Tierschützer in München fordern eine Verbotszone rund um den Zoo Hellabrunn und das Tierheim München: „Jedes Jahr werden unzählige Wild- wie auch Heimtiere zum Jahreswechsel in extremen Stress und Todesangst versetzt“, so der Tierschutzverein. Der Forderung kam die Stadt jedoch nicht nach.

Verkauf von Böllern und Raketen startet einige Tage vor dem Jahreswechsel

Am 28. Dezember hat der Verkauf von Böllern und Raketen begonnen, einen Tag früher als normalerweise. Denn: Der eigentliche Verkaufsstart, der 29. Januar, fiel heuer auf einen Sonntag – deshalb gab es Pyro-Artikel schon einen Tag vorher.

Wie läuft‘s in anderen Städten?

Auch in anderen bayerischen Städten gelten Böllerverbotszonen: In Nürnberg ist das Böllern etwa in der Fußgängerzone untersagt. Außerdem gibt es ein Verbot auf den Straßen und Plätzen rund um die Kaiserburg.

Die Stadt Augsburg untersagt in der zentralen Maximilianstraße und den umliegenden Straßen und Plätzen den Einsatz von Pyrotechnik.

In der Regensburger Altstadt dürfen zum Jahreswechsel ebenfalls keine Feuerwerkskörper gezündet oder mitgeführt werden.

Rubriklistenbild: © Lennart Preiss/dpa

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