CSU und Freie Wähler

Dramatischer Fahrer-Mangel bei MVG-Busfahrern – Stadträte fordern: Rentner zurück ans Steuer!

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Die MVG hat kaum Fahrer, jetzt könnten Rentner zurück ans Steuer. Das fordern CSU und Freie Wähler. 
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Um den Personalengpass bei den Busfahrern kurzfristig zu überbrücken, soll die MVG Ruheständler zurückholen. Das fordern CSU und Freie Wähler.

München - Jetzt sollen es die Rentner richten! CSU und Freie Wähler im Münchner Stadtrat beantragen, dass die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) Ruheständler auf freiwilliger Basis in den Dienst zurückholt. Damit sollen die Engpässe beim Fahrpersonal kurzfristig behoben werden. „Diese erfahrenen Fahrer wären schnell einsatzbereit“, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl. „Wir brauchen kreative Lösungen, um zur Wiesn wieder den normalen Fahrplan zu gewährleisten.“

Dramatischer Fahrer-Mangel bei Busfahrern: Verkehrsbetriebe verlängern Notfall-Fahrplan bis zur Wiesn

Wie berichtet, verlängert die MVG abermals ihren Notfall-Fahrplan bei den Bussen – und zwar bis nach der Wiesn! Grund ist weiterhin der Mangel an Busfahrern.

Ursprünglich war der Notfall-Fahrplan ab Oktober vorigen Jahres bis Februar dieses Jahres angekündigt, zwischenzeitlich aber bis Sommer verlängert worden. Nun soll er insgesamt ein Jahr dauern! Denn mit der ohnehin schon dünnen Personal-Decke müssen die Verkehrsbetriebe auch noch den Schienenersatzverkehr abdecken. MVG-Sprecher Maximilian Kaltner sagte: „Für einen stabilen Betrieb fehlen uns derzeit rund 50 Fahrer.“ Und die Aussichten werden nicht besser, sagt MVG-Chef Ingo Wortmann: „Im ÖPNV werden deutschlandweit in den nächsten Jahren mehrere tausend Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Um die Verkehrswende umsetzen zu können, brauchen wir aber nicht nur Ersatz – sondern mehr Fachkräfte.“

Mangel an Busfahrern: CSU-Chef Manuel Pretzl fordert runden Tisch, um schneller reagieren zu können

CSU-Chef Pretzl will daher auch langfristige Lösungen. „Personalmangel muss künftig früher erkannt und bekämpft werden. Daher fordere ich erneut die sofortige Einrichtung eines runden Tischs mit der MVG.“

Wie berichtet, will die MVG nächstes Jahr bereits Fahrer im Ausland ausbilden und die Ausbildung in München auch in Teilzeit anbieten. Das befürwortet Pretzl: „Mittelfristig muss die Ausbildung einfacher zugänglich und attraktiver werden.“ Auch Flüchtlinge könnten helfen. „Wir haben durch die andauernde Krise viele neue Mitbürger, die arbeiten würden, aber vor bürokratischen Hürden stehen. Das muss sich dringend ändern.“

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