VonLeoni Billinaschließen
Autos werden ab Montag (12. August) aus einem Münchner Straßenabschnitt verbannt, um Platz für Sitzbänke und Hochbeete zu schaffen. Allerdings mit Verspätung.
München – Eine neue – temporäre – Fußgängerzone gibt es ab sofort in München: Autoparkplätze werden in Sitzbänke und Hochbeete umgewandelt. Allerdings wurde die Verkehrsberuhigung im Stadtteil Haidhausen aufgrund eines Eilantrags von Anwohnern der Weißenburger Straße gegen die Fußgängerzone um gut zwei Wochen verschoben, sodass die Stadt die Einrichtung von Ende Juli auf den 12. August verlegen musste.
Holpriger Start für die neue Fußgängerzone in München
Die Stadt plant, den Straßenabschnitt für ein Jahr von Autos zu befreien. Laut dem Mobilitätsreferat dürfen dort nur Fußgänger, Lieferverkehr und Radfahrer mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein. Während der einjährigen Testphase sollen Parkplätze durch Sitzbänke und Hochbeete ersetzt werden, wobei Gehweg und Fahrbahn erhalten bleiben müssen.
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Die Einführung der Fußgängerzone war nicht ohne Schwierigkeiten, ähnlich wie bei anderen Projekten im vergangenen Jahr. Eine Sprecherin des Mobilitätsreferats erklärte, dass man die Testphase so schnell wie möglich starten wollte. Die Stadt hatte die Eröffnung bereits für den 29. Juli geplant – allerdings vor der rechtlichen Wirksamkeit der Umwidmung der Straße. Kritiker des Projekts legten jedoch einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht ein, woraufhin die Stadt ihre Pläne ändern musste. Nachdem die Umwidmung dann am Samstag (10. August) endlich in Kraft getreten war, wird die temporäre Zone nun am Montag eingerichtet.
Anwohner erreichten bereits Ende eines ähnlichen Projekts in der Sommerstraße
Bereits im vergangenen Jahr hatten Anwohner durch Gerichtsverfahren ein vorzeitiges Ende von zwei sogenannten Sommerstraßen erzwungen. Diese Straßen waren als Teil eines Forschungsprojekts der TU München für Autos gesperrt und umgestaltet worden, was bei mehreren Anwohnern auf heftige Kritik stieß. (leo mit dpa)
