Fünf Tage lang Kultur in bayerischster Form: Das Dellnhauser Volksmusikfest war ein wahres Spektakel, von dem sich die Besucher mitreißen ließen.
Au/Hallertau – Am Sonntagabend verhallten die letzten Töne des Dellnhauser Volksmusikfests, das fünf Tage lang Kultur in seiner bayerischsten Form über den Markt Au herniederprasseln ließ. Nach beiden Großveranstaltungen am Mittwoch und Donnerstag mit der Egerländer Blasmusi und feinstem Kabarett von Martina Schwarzmann folgte am Freitagabend das bayerische Musikspektakel innerorts, als im Pfarrgarten sowie in mehreren Gasthäusern echte Wirtshausmusi das wunderbare Festwochenende einläutete.
Böllerschüsse eröffnen das Fest
Um 14 Uhr hallten Böllerschüsse über den Markt Au, dann ging es auf allen fünf Groß-Bühnen im Marktkern los. Während die Grundschüler auf der Bühne im Hof der Druckerei Butt die Besucher mit Liedgut und Wortwitz begeisterten, hielt Bezirkstagspräsident Josef Mederer als Schirmherr auf der Bühne am Marktplatz seine Rede – musikalisch begleitet von der Auer Marktkapelle. Der Ort war für den Verkehr gesperrt, es lag jede Menge Musik und gute Laune in der Luft. Neben Trompeten- und Klarinetten-Tönen, Hackbrett- und Quetsch’n-Klängen sorgten auch Solomusikanten sowie kleinere Gruppen für den guten Ton entlang der Marktstraße, die zudem von einem Handwerkermarkt bereichert wurde. Von Musikinstrumenten, Lederhosen bis zum Besenstil reichte das Sortiment, auch sonnige Strohhüte gab’s zu kaufen.
Frühaufsteher-Volkstanz nicht vom Regen verschont
Sonnenschutz hätte es keinen gebraucht, denn die Sonne blitzte nur am Samstagnachmittag heraus. Ein Wolkenbruch am Abend sorgte bei Cheforganisator Michael Eberwein (Dellnhauser Musikanten) für ein paar Sorgenfalten auf der Stirn. Auch der Frühaufsteher-Volkstanz am Sonntag um sechs Uhr morgens blieb nicht vom Regen verschont, und den auf der Marktplatz-Bühne geplanten Gottesdienst hatte man kurzerhand in die Pfarrkirche verlegt. Doch pünktlich als die Osseltshauser Schäffler ihre Tour mit vier Auftritten starteten, zeigte sich Petrus einsichtig.
Zwei Jahre Geduld für die Neuauflage
So war der weitere Festverlauf gesichert, den hunderte Kulturbegeisterte, meist typisch in Tracht, gekleidet sehr genossen. Jetzt müssen sich die Fans zwei Jahre gedulden, bis es für das kulturelle Großereignis eine Neuauflage gibt. Martin Hellerbrand
Auch in Kranzberg wurde am Wochenende ordentlich gefeiert: Zum 50-jährigen Bestehen des Naherholungsgebiets haben sich die Vereine einiges einfallen lassen.
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