Gemeinderat Bad Wiessee lehnt Preisnachlass ab

Badepark bleibt bei Eintrittspreisen

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Wiederkommen erwünscht: Ein Schild am Eingang animiert die Gäste dazu, den Badepark bald wieder zu besuchen. Einen verbilligten Eintritt will man aber nicht gewähren.
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Weil der Wiesseer Badepark von Baustellen umzingelt ist, wollte der Ortsvorsitzende der SPD Bad Wiessee, Robert Kühn, bei den Eintrittspreisen nachjustieren. Der Antrag wurde abgeschmettert.

Bad Wiessee – Die Idee von Robert Kühn: Jeder Badegast erhält an der Kasse einen Gutschein über den halben Eintrittspreis für den nächsten Besuch. „Diese Maßnahme bewirkt eine Reduzierung des Eintritts und einen Anreiz für einen weiteren Badebesuch“, argumentierte Kühn, zugleich Landtagskandidat im Nachbar-Stimmkreis, in seinem Antrag. Im Gemeinderat fand der Vorschlag jetzt jedoch keinen Anklang: Mit großer Mehrheit wurde er abgeschmettert.

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Da half auch das Werben von SPD-Gemeinderat Bernd Kuntze-Fechner nichts. Er sah in der Idee seines Parteikollegen, der selbst nicht im Gremium sitzt, die Chance, den Badepark aktiv zu bewerben und Leute auf Dauer zu generieren. „Ihr müsst den positiven Impuls sehen, der da drin steckt“, appellierte er an die anderen Gemeinderäte. Vergebens. 

Florian Sareiter (CSU) schloss sich der ablehnenden Haltung der gemeindlichen Verwaltung an und meinte in Richtung Kuntze-Fechner: „Du weißt, in welcher finanziellen Lage wir uns befinden, der Antrag macht für mich keinen Sinn.“ Und auch Birgit Trinkl (Wiesseer Block) sprach sich gegen eine Verbilligung des Eintritts aus: Sie sehe „keinerlei Beeinträchtigungen“ für die Badepark-Besucher durch die Baustellen in der Nachbarschaft.

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Ihr Fraktionskollege Rainer Kathan betrachtete die Idee aus verkaufspsychologischer Sicht sogar als „höchst problematisch“. Einen Preis erst abzusenken, um ihn später – nach einer möglichen Sanierung – wieder zu erhöhen, sei äußerst kritisch, meinte er. Rathaus-Geschäftsleiter Hilmar Danzinger sah es ähnlich: Angesichts der Verluste, die der Badepark schreibe, müsste der Eintrittspreis eigentlich doppelt so hoch sein, erklärte er. Und: Mit der vorgeschlagenen Aktion würde man lediglich „den Wert aus dem Produkt nehmen“.

Einziger Befürworter neben Kuntze-Fechner war Rolf Neresheimer (ran BW). Er unterstütze den Antrag des SPD-Vorsitzenden, sagte er. Eine Art Club-Mitgliedschaft könne dazu anregen, das Angebot Badepark mehr und öfter zu nutzen, glaubte er. Eine Argumentation, die im Gemeinderat letztlich nicht überzeugte. 

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