VonSascha Karowskischließen
Am Kolumbusplatz soll eine Bahnhof für Regionalzüge entstehen. Das wünscht sich die SPD. Provisorische Haltestellen könnten relativ schnell eingerichtet werden, heißt es.
München - Der Südring der Deutschen Bahn soll sich verändern. Aktuell wird die Strecke zwischen dem Ostbahnhof und dem Hauptbahnhof vorrangig vom Güterverkehr genutzt. Doch der soll sukzessive auf den Nordring verlagert werden, die Trasse im Süden soll sodann von Regionalzüge genutzt werden. Längst beschlossen ist der Bau eines Regionalzughaltes an der Poccistraße. Offen ist allerdings der Zeitpunkt. Die SPD im Münchner Stadtrat schlägt nun noch einen weiteren Bahnhof vor: am Kolumbusplatz.
Neuer Bahnhof am Kolumbusplatz in München: Verkehrsclub schlägt provisorische Haltestellen vor
Neu ist die Forderung nicht, die Genossen selbst hatten das Thema vor fast drei Jahren schon einmal aufgebracht, Anträge gab es bereits von der CSU. Und auch von den jeweiligen Bezirksausschüssen ist der Wunsch nach einem Regionalzughalt am Kolumbusplatz hinterlegt. Nun unternimmt die SPD noch einen Vorstoß. In einem Antrag fordern die Stadträte das Mobilitätsreferat auf, sich bei der Bahn für das Porjekt einzusetzen. Eine vorerst provisorische Haltestellenlösung, wie sie etwa der Verkehrsclub Deutschland (VCD) vorschlägt, soll dies beschleunigen.
Der Verband hatte argumentiert, dass man einen Bahnsteig als Provisorium errichten könnte. Das sei ohne viel Aufwand möglich, da zwischen Nockherberg und Kolumbusplatz bereits Züge unterwegs seien. Südöstlich der Nockherstraße und nördlich der Straße Am Bergsteig stünde ausreichend Platz für Bahnsteige zur Verfügung.
Neuer Bahnhof am Kolumbusplatz in München: Haltestelle könnte Südring mit den Linien U1 und U2 verbinden
Laut SPD könnte mit dem zusätzlichen Halt der Südring an die U-Bahnlinien U1 und U2 sowie die Trambahnlinien 18 und 25 angebunden werden. Das könnte zudem auch die Stammstrecke entlasten.
