VonChristiane Mühlbauerschließen
Drama in den bayerischen Voralpen: Ein Augsburger (40) verlor bei einem Ausflug mit seiner Familie auf tragische Weise sein Leben.
- Tragödie am Herzogstand in den Voralpen: Ein 40-Jähriger verlor bei einer Wanderung das Bewusstsein.
- Jede Hilfe kam für den Augsburger zu spät.
- Kurz darauf gab es auch in Kochel am See einen Rettungseinsatz.
Walchensee/Kochel am See – Der Mann war mit seiner Frau und den beiden Kindern auf dem Reitweg in Richtung Herzogstand unterwegs. Nach etwa 40 Minuten Aufstieg klagte er plötzlich über Unwohlsein, setzte sich hin und verlor das Bewusstsein. Seine Frau und andere Wanderer begannen mit Erster Hilfe und setzten sofort einen Notruf ab. Weil jede Minute zählte, alarmierte die Rettungsleitstelle sowohl die Bergwacht Kochel als auch die Wasserwacht Walchensee, die jeweils mit ihren Fahrzeugen ausrückten. Zudem wurde das Hubschrauber-Notarzt-Team von der Klinik in Innsbruck alarmiert, weil alle anderen Besatzungen auf deutscher Seite bei anderen Unglücksfällen im Einsatz waren.
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Reanimation erfolglos: Familienvater stirbt noch an der Unglücksstelle am Herzogstand
Rund 40 Minuten wurde versucht, den Familienvater wiederzubeleben. Die Rettungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Trotz aller Bemühungen verstarb der 40-Jährige an der Unglücksstelle. Seine Frau und die beiden Kinder wurden vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht vor Ort betreut. Auch allen Helfern ging der Einsatz sehr nahe, berichtet Alois Grünwald von der Wasserwacht Walchensee. Erst am Dienstag musste eine E-Bike-Fahrerin am Simetsberg reanimiert werden. Sie befindet sich im Krankenhaus.
Weiterer Rettungseinsatz: Wasserwacht Kochel am See bringt Münchnerin in Sicherheit
Am Mittwochnachmittag rückte die Wasserwacht Kochel aus. Von der Station am See hatte man beobachtet, dass eine Person im Schlauchboot bei aufziehendem Gewitter in Not geriet. Zwei Mitglieder machten sich sofort auf und eilten der Frau, einer älteren Dame aus München, zu Hilfe. „Sie war sehr erleichtert, dass wir kamen“, berichtet Philipp Schubart. Die Frau hatte die Wetterlage nicht richtig eingeschätzt. „Bei uns sind die Gewitter meistens sehr schnell da“, sagt Schubart. „Damit rechnet nicht jeder, wenn er das nicht weiß.“ Die Wasserwachtler holten die Frau ins Boot und brachten sie und ihr Gefährt sicher ans Ufer.
Die Rettungskräfte haben derzeit fast täglich Einsätze. Der Andrang an den Seen und in den Bergen ist riesig. „Wir haben jetzt schon mehr Einsätze als Ende Juni 2019“, sagt Alois Grünwald, Leiter der Wasserwacht Walchensee.
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