VonLucas Sauter Orengoschließen
Der Winter kehrt nach Bayern zurück. Der Deutsche Wetterdienst warnt gar vor Schneefall, im Süden Bayerns wachten die Menschen zu einer weißen Landschaft auf.
Update vom 27. März: Die Menschen in Bayern können zu Beginn der Woche mit teils kräftigem Schneefall rechnen. „Im Zuge der Kaltfront, die in der letzten Nacht Südbayern und die Alpen erreicht hat, werden zum Teil auch kräftige und anhaltende Schneemengen in den Alpen erwartet“, sagte ein Sprecher der Regionalen Wetterberatung Bayern (RWB) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag in München gegenüber der dpa. Nach Angaben des DWD können bis Dienstagvormittag bis zu 15 Zentimeter Neuschnee oberhalb von 800 Metern fallen.
Wintereinbruch in Bayern: „Kräftige Schneemengen“ - Gewitter nicht auszuschließen
Ab 1000 Metern fallen demnach voraussichtlich 15 bis 25 Zentimeter und in den Staulagen des Hochgebirges vereinzelt um die 30 Zentimeter Neuschnee. In tieferen Lagen könnten in der Nacht zu Dienstag in Richtung des südlichen Alpenvorlands auch in tieferen Lagen ein paar Zentimeter Neuschnee hinzukommen, sagte der Meteorologe. Am Montag kommt es laut DWD an den Alpen und im südlichen Vorland zu Regen und Schneeregen. Auch kurze Gewitter seien demnach nicht auszuschließen. Dazwischen lockert es bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad immer wieder kurz auf.
In der Nacht klingen die Schneeschauer ab und die Temperaturen sinken auf minus 1 bis minus 5 Grad. „Nach dem leichten und in den Alpen auch mäßigen Frost, ist Glätte durch gefrierende Nässe möglich“, warnte der RWB-Sprecher. Ab Dienstag sollen die Temperaturen dann nach Angaben des Meteorologen wieder ansteigen. Zur Mitte der Woche, voraussichtlich am Donnerstag, können diese demnach womöglich zwischen 15 und 18 Grad erreichen. Wie der Sprecher weiter sagte, soll es bis zum Wochenende aber wechselhaft bleiben und zeitweilig regnen.
Erstmeldung vom 26. März
München – Die Uhren sind auf Sommerzeit umgestellt, die Natur blüht auf, der Winter ist Geschichte – so zumindest die Fakten. Ein Blick aus dem Fenster in München zeigt davon jedoch nicht allzu viel. Am Sonntag (26. März) regnet es immer wieder in der Landeshauptstadt, die Sonne versteckt sich hinter einer dicken Wolkendecke. Dazu liegen die Temperaturen im einstelligen Bereich und sinken ab dem Nachmittag immer weiter nach unten. Auf der März-Zielgeraden will es der Winter tatsächlich noch einmal wissen. Der Deutsche Wetterdienst warnt gar in weiten Teilen Bayerns – auch vor Schneefall.
Wetter in Bayern: DWD warnt vor Schneefall – auch in München Winter-Einbruch
Im gesamten äußersten Süden Bayerns, vom Allgäu bis ins Berchtesgadener Land, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Schneefall: „Es tritt im Warnzeitraum oberhalb 1000 m Schneefall mit Mengen zwischen 15 cm und 30 cm auf. In Staulagen werden Mengen bis 50 cm erreicht. Verbreitet wird es glatt“, so der DWD in einer offiziellen Mitteilung. Und damit nicht genug. In der gleichen Region wird ebenso vor Windböen mit bis zu 70 km/h in der Spitze gewarnt.
Selbst in München soll es laut wetteronline in der Nacht auf Montag und zum Start in die neue Woche zu Schneefall kommen. Die Mengen sollen allerdings weitaus geringer ausfallen als am Alpenrand. Dennoch warnte Alban Burster, Meteorologe von wetter.com gegenüber IPPEN.MEDIA, dass der Winter „tatsächlich noch einmal in München und der Region vorbeischaue“. In der Isar-Metropole schafft es das Thermometer am Montag, dem 27. März, dann auf gerade einmal vier Grad in der Spitze. Verglichen mit den frühlingshaften 17 Grad vor wenigen Tagen ein echter Temperatursturz. Die Sonne werde es wohl kaum durch die Wolkendecke schaffen, heißt es. Und am Alpenrand dürfen sich Winterfans auf weiße Landschaften freuen. Für all die, die den Frühling kaum mehr erwarten können, bedeutet das hingegen: Geduld haben.
Für all die, die wegen des Mega-Streiks am Montag planen, auf das Auto umzusteigen, könnten aufgrund des Wintereinbruchs erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen zukommen. Auch hier werden viele Menschen wohl Geduld mitbringen müssen, besonders im Süden Bayerns.
Trockenheit in Bayern: Karten zeigen Dürre in tieferen Lagen
Das nasse Wetter hat jedoch auch Vorteile. So ist der Niederschlag für die aufblühende Natur ein Segen. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung zeigt auf seinen aktuellen Karten, dass bayernweit besonders in Bodentiefe von 1,8 Metern schwere Dürre herrscht.
Im Oberboden zeigt sich hingegen eine entspanntere Lage. So oder so: Die Natur darf sich freuen.
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