Pegelstände steigen weiter

Isar überschreitet nächste Meldestufe in der Nacht – Weitere Niederschläge angekündigt

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Der Deutsche Wetterdienst warnt: Nach dem ersten Schnee in Bayern wird mit massiven Regenmassen gerechnet. Katwarn hat bereits ausgelöst.

Update, 15. September, 08.33 Uhr: Der Pegel der Isar in München hat in der Nacht die Meldestufe 2 überschritten. Einzelne Uferbereiche, Wege und Straßen wurden überflutet. Die gute Nachricht: Die Lage entspannt sich bereits wieder. Der Scheitelpunkt wurde in der Nacht überschritten und der Isar-Pegel sinkt am Sonntagmorgen wieder.

Fotos zeigen Isar-Hochwasser: Pegel wird ab Sonntagabend wieder steigen

Ein beliebtes Fotomotiv: Die Hochwasser führende Isar in München am Sonntagmittag.
Mehr schön als schlimm: Die Hochwasser führende Isar in München am Sonntagmittag. © Lucas Sauter Orengo
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy.
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy. © Djordje Matkovic
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy.
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy. © Djordje Matkovic
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy.
Die Kaskaden an der Maximilianbrücke in München bei Hochwasser – da zücken einige das Handy. © Djordje Matkovic
Die Hochwasserlage an der Isar bleibt angespannt. Ein Rollstuhlfahrer kam den Fluten zu nahe.
Gefährlich bleibt sie trotzdem. Ein Rollstuhlfahrer kam den Fluten zu nahe und wurde mitgerissen. Die Feuerwehr konnte ihn retten. © Lucas Sauter Orengo
Seit Sonntagfrüh sinkt der Isarpegel wieder. Beeindruckend bleiben die Wassermassen trotzdem.
Seit Sonntagfrüh sinkt der Isarpegel wieder. Beeindruckend bleiben die Wassermassen trotzdem. © Lucas Sauter Orengo
Unter Wasser: Die Uferpromenade an der Isar in München.
Unter Wasser: Die Uferpromenade an der Isar in München. © Lucas Sauter Orengo
Seit Freitag, 13. September, regnet es in Bayern – auch in und um München kommt einiges herunter. Die Wasserstand der Isar ist deutlich angestiegen.
Seit Freitag, 13. September, regnet es in Bayern – auch in und um München kommt einiges herunter. Die Wasserstand der Isar ist deutlich angestiegen. © Sauter Orengo
Deutlich mehr Wasser hat die Isar am Samstagmittag auch unter der Thalkirchner Brücke im Süden der Stadt.
Auch in München steigt die Isar an – wie hier unter der Thalkirchner Brücke.  © Sauter Orengo
Der HND informiert, dass die Isar bereits die Meldestufe 1 überschritten hat, mit dem Überschreiten der Meldestufe 2 sei zu rechnen.
Der HND informiert, dass die Isar bereits die Meldestufe 1 überschritten hat, mit dem Überschreiten der Meldestufe 2 sei zu rechnen. © Sauter Orengo
Wie hoch das Wasser schon steht, ist unter der Thalkirchner Brücke gut zu sehen. Wege sind überflutet.
Wie hoch das Wasser schon steht, ist unter der Thalkirchner Brücke gut zu sehen. Wege sind überflutet. © Sauter Orengo
Dauerregen in München: Nach Angaben des DWD hört es in der Landeshauptstadt wohl erst im Laufe des Tages auf zu regnen. In Thalkirchen steht die Isar deutlich höher als normal.
Dauerregen in München: Nach Angaben des DWD hört es in der Landeshauptstadt wohl erst im Laufe des Tages auf zu regnen. In Thalkirchen steht die Isar deutlich höher als normal.  © Sauter Orengo
Der Hochwassernachrichtendienst hatte bereits am Freitag, 13. September, vor einem Ansteigen der Pegel an der Isar gewarnt.
Der Hochwassernachrichtendienst hatte bereits am Freitag, 13. September, vor einem Ansteigen der Pegel an der Isar gewarnt. © Sauter Orengo

Neue Unwetter-Lage bis Dienstag befürchtet

Für eine komplette Entwarnung ist es allerdings zu früh. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kommt es bis Dienstag zu weiteren unwetterartigen Niederschlägen mit Mengen von bis zu 90 Litern pro Quadratmeter am Alpenrand und damit auch im Isar-Einzugsgebiet. Unterstützend wird es wärmer. Ein Teil der massiven Schneemengen am Berg schmilzt rasant ab und fügt sich zu den Regenmengen hinzu.

Update, 14. September, 14 Uhr: Noch hat sich die Lage nicht entspannt. In München regnet es weiterhin, der Hochwassernachrichtendienst (HND) geht davon aus, dass die Meldestufe 2 des Isar-Pegels am frühen Abend erreicht wird.

Die Isar – hier an der Thalkirchner Brücke – steigt durch die andauernden Regenfälle.

In vielen weiteren Regionen kam es bereits zu Überschwemmungen, es werden Vorkehrungen getroffen, um schlimmeres zu verhindern. Ein Katastrophenschutzteam kam beispielsweise im Landkreis Rosenheim zusammen, um die Lage im Blick zu behalten, hieß es vonseiten des Landratsamtes.

Dauerregen in Bayern: Straßen unter Wasser

Auch im Landkreis Landshut kam es zu Überflutungen: Die Abfahrt der A92 auf die B15n wurde gesperrt, da diese von Wassermassen überspült worden sei. Der Verkehr auf der Autobahn sowie auf der Bundesstraße werden massiv beeinträchtigt, berichtet das Nachrichtenportal News5. Besonders stark betroffen ist auch die Staatsstraße 2096 betroffen: Zwischen Grabenstätt und Übersee (Lkr. Traunstein) steht die Straße komplett unter Wasser und ist nicht befahrbar.

Update, 10.07 Uhr: Erneut hat das Warnsystem Katwarn ausgelöst. Es heißt, dass in der vergangenen Nacht höhere Niederschläge das Isareinzugsgebiet mit Schwerpunkt unterhalb des Sylvensteinspeichers getroffen hätten, als gestern vorhergesagt war. „In der Folge sind die Pegelstände stärker angestiegen. Die Niederschläge halten den Tag über weiter an.“

An der Isar am Pegel München sowie am Pegel Puppling werde im Verlauf des frühen Vormittags die Meldestufe 1 voraussichtlich erreicht beziehungsweise überschritten, informieren die Experten. „Höhere Meldestufen werden aus aktueller Sicht jedoch nicht erwartet.“ Am Pegel Freising/Isar werde der Meldestufe 1 voraussichtlich nicht erreicht.

Update vom 14. September, 7.17 Uhr: Weiterhin gibt es keine Entwarnung vonseiten des DWD und HND. Im Gegenteil: Der Wetter-Höhepunkt könnte wohl erst im Laufe des Samstags erreicht werden.

So gilt für viele Regionen im Süden und Osten Bayerns eine amtliche Unwetterwarnung des DWD vor ergiebigem Dauerregen. Auch für die Stadt und den Landkreis München heißt das: Regen, Regen, Regen. „Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen um 20 l/m² tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet“, informieren die Meteorologen.

Pegel München/Isar: Hochwassergefahr

Der Hochwassernachrichtendienst warnt ebenso: Für die Stadt und den Kreis München sind weiterhin „ergiebige Regenschläge“ zu erwarten. „Im gesamten Isar Einzugsgebiet kommt es daher zu steigenden Pegelständen. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt aber östlich des Isareinzugsgebiets.“ Die Experten erwarten, dass die Meldestufe 1 am Pegel München/Isar gegen Mittag überschritten wird.

Dauerregen die Stadt und den Kreis München am Wochenende fest im Griff.

Update vom 14. September, 22 Uhr: Für die Zeit zwischen 22 Uhr und 24 Uhr warnt der DWD nun neben Unwetter auch noch konkret vor Dauerregen. Autofahrer sind dringend angehalten, ihr Verhalten im Straßenverkehr anzupassen.

Update, 20.43 Uhr: Den Dauerregen und die damit einhergehenden Folgen betreffend hat der Deutsche Wetterdienst ein paar weiterführende Informationen für Bürgerinnen und Bürger zu möglichen Gefahren. So schreiben die Meteorologen: „Gefahr durch vereinzelte Überflutungen von Straßen/Unterführungen. Handlungsempfehlungen: Verhalten im Straßenverkehr anpassen; überflutete Abschnitte meiden“.

Für ganz Bayern gilt im Übrigen, dass der Schwerpunkt der aktuell anhaltenden Dauerregenlage in den kommenden Nachtstunden sowie am Samstagvormittag, 14. September, erwartet wird.

Update, 18.31 Uhr: Der DWD hat seine Warnkarte aktualisiert. Das Münchner Stadtgebiet liegt weiter in der orangen Zone, welche für die dritthöchste Warnstufe steht. Dafür wurde die Warnstufe im Südosten des Landkreises München angehoben – auf den zweithöchsten Wert. „Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen um 20 l/m² tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet“, schreiben die Meteorologen dazu.

Update, 16.40 Uhr: Die Dauerregen-Warnung für das Stadtgebiet München besteht weiterhin. Auslaufen soll sie erst am Sonntag, 15. September, um 00 Uhr. Die Meteorologen schreiben dazu: „Es tritt Dauerregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet.“

Gleichzeitig gibt es noch die Warnung beim Hochwassernachrichtendienst. Für München gilt die Warnstufe 1: „Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“. Samstagmittag soll die Isar die Pegelstufe 1 überschreiten. „Die Vorhersage der genauen Niederschlagsverteilung und -intenstiät variiert noch. Die weitere Entwicklung muss daher abgewartet werden.“

Update, 12.19 Uhr: Der Dauerregen in München setzt sich nach und nach fest. Am Mittag fiel bereits starker Niederschlag im Stadtgebiet, der Deutsche Wetterdienst warnt vor Dauerregen mit Mengen von bis zu 60 Liter bis einschließlich Sonntag, 0 Uhr.

Dauerregen bis zum Sonntag: Für München und den Landkreis hat das Warnsystem KATWARN ausgelöst, es wird mit einem Ansteigen des Isar-Pegels gerechnet.

Update, 9.28 Uhr: Das Warn- und Informationssystem KATWARN hat für die Stadt und den Landkreis München ausgeschlagen. Konkret heißt es: „Im gesamten Isar Einzugsgebiet kommt es daher zu steigenden Pegelständen. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt aber östlich des Isareinzugsgebiets.“ Wie der Hochwassernachrichtendienst (HND) meldet, werde in München am Samstagmittag wohl die Meldestufe 1 der Isar erreicht. Die starken Niederschläge sollen bis in die Nacht auf Sonntag anhalten.

Erstmeldung vom 13. September: München – Es ist ein Wetter-Wechsel, der es in sich hat. Noch am Sonntag konnte man in München und der Region zum Baden gehen, 30 Grad zeigte das Thermometer am Wochenende an – Hochsommer also. Doch es sollte das für dieses Jahr letzte Mal sein, schon am Montag (9. September) kam die kühle Luft nach München. Und jetzt? Sieben Grad und Regen am Freitagmorgen, und gerade letzterer wird am Wochenende weite Teile massiv beschäftigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, auch in München, vor „einer bis Sonntagfrüh anhaltende Dauerregensituation am Alpenrand“ mit teils Unwettern voraus, verbreitet mit Mengen zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter, ab dem Chiemgau ostwärts in Staulagen mit rund 100 Litern pro Quadratmeter.

In den Alpen rechnet der DWD mit bis zu 50 Zentimeter Neuschnee. Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte es auf der Zugspitze den ersten Schnee der Saison gegeben, auf bis zu 1000 Meter könne die Schneefallgrenze dieser Tage sinken, die Experten sprechen dabei von einem „markanten Wintereinbruch“.

In München gilt die Warnung vor Dauerregen indes bis Sonntag, null Uhr. Auch für den Rest Bayerns gilt ähnliches – südlich halten die Warnungen teils bis sechs Uhr am Morgen an.

Eine folgenreiche Wetterlage bahnt sich an: Auch München liegt mittlerweile im Warnbereich des Deutschen Wetterdienstes.

Wetter: Verheerende Regenmassen erwartet – ARD-Experte erklärt, wo es am schlimmsten wird

Am schlimmsten trifft die für den Dauerregen verantwortliche VB-Wetterlage jedoch – Stand jetzt – wohl Österreich und Tschechien. ARD-Meteorologe Stefan Laps sprach in den Donnerstagabend-Tagesthemen von „verheerenden“ Regenmengen, die katastrophale Folgen bringen werden. Ab Anfang der Woche wird dann verbreitet mit einem nochmal höheren Hochwasser-Risiko gerechnet: Mildere Temperaturen würden, wie Experte Kai Zorn in seinem aktuellen Video erklärt, in kürzester Zeit die gefallenen Schneemengen in den Alpen schmelzen lassen, wodurch Alpenbäche sofort Hochwasser führen würden, welches in die Flüsse in den Tälern abgeleitet würde.

Rubriklistenbild: © Sauter Orengo/DWD/Canva Collage

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