Besonderes Bauprojekt

Grüne Oase fürs Münchner Bahnhofsviertel: Hier ziehen die Anwälte von Elon Musk ein

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Bis Ende des Jahres bekommt das Bahnhofsviertel einen neuen Glanzpunkt. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Das heißt auch, dass bald gepflanzt wird!

München – Was ist das Erste, an das man bei einem Neubau im Münchner Bahnhofsviertel denkt? Sicher nicht unbedingt an 35 Bäume, 212 Sträucher, 1105 Stauden und mehr als 10 000 sogenannte Bodendecker-Pflanzen. Doch das „The Stack“ wird grün! Zu dem modernen Bürogebäude, das derzeit an der Ecke Schwanthaler- und Goethestraße entsteht, gehören nicht nur viele verschachtelte Glaskästen. Diese werden auch großflächig bepflanzt. Eine besondere Abwechslung zwischen jeder Menge Beton in direkter Bahnhofsnähe. Zu bestaunen schon ab nächstem Frühjahr: Denn anders als andere Bauprojekte in der Stadt befindet sich „The Stack“, das von der Accumulata entwickelt wird, in der letzten Phase. Endspurt ist angesagt: Bis zum Jahresende soll das Gebäude fertig sein, „die Arbeiten liegen im Zeitplan“, sagt Projektentwickler Malte Strunk.

Visualisierung: So soll „The Stack“ einmal aussehen.

Zukünftige Mieter im Bahnhofsviertel: Anwälte von Elon Musk und Alec Baldwin

Das wird vor allem die künftigen Mieter der Glas-Oase freuen, von denen schon zwei bekannt sind. Zum einen zieht mit Quinn Emanuel eine der global führenden Prozesskanzleien ein. Die Anwälte vertraten in der Vergangenheit schon Elon Musk und Alec Baldwin. Auch der zweite Mietername kann sich sehen lassen: Zwei Stockwerke übernimmt Novartis. Wie berichtet, wollte der weltweit tätige Biotechnologie- und Pharmakonzern eigentlich in die Alte Akademie in der Fußgängerzone einziehen. Die Pleite von René Benkos Signa-Konzern machte aber einen Strich durch die Rechnung. Davon profitieren die Macher von „The Stack“. Und das zu Recht. Denn sie bauen im wuseligen Bahnhofsquartier ein Gebäudeensemble, das nicht nur optisch überzeugt. Die moderne Holzhybridkonstruktion, die lichtdurchfluteten, hellen Räume und die Dachterrasse mit Blick auf das Herz Münchens suchen ihresgleichen. Ein besonderes Büroensemble, in dem künftig 800 Personen arbeiten werden.

Im Innenhof werden schon die Fassaden-Fenster gesetzt.

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Bauarbeiten in München liegen im Zeitplan - neue Lokale geplant

„Der Rohbau ist abgeschlossen“, erklärt Strunk den Stand der Dinge auf der Baustelle. Große Teile der rückseitigen Glasfassade sind bereits gesetzt, ab Mai werden die aufwendig in Heidelberg (Baden-Württemberg) hergestellten Glasplatten an der Straßenseite von „The Stack“ eingebaut. In drei Untergeschossen entsteht derzeit das technische Herz des Komplexes. Dank moderner BIM-Planung und Umsetzung können die Rohre und Anlage möglichst platzsparend gesetzt werden. BIM (Building Information Modeling) bedeutet, dass alle Gewerke in die digitale, vierdimensionale Planung eingehen.

Projektleiter Malte Strunk und Sophia Hahn vor einem Modell des Gebäudes.

Jeder hat eigene Wahrzeichen: München teilt sich in 25 Stadtbezirke, die sehr unterschiedlich sind

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Im Herzen von München liegt der Marienplatz, wo Besucher auch das Rathaus finden. Für viele womöglich überraschend: der Stadtbezirk Altstadt-Lehel ist flächenmäßig der kleinste Münchens.  © IMAGO/Michael Nguyen
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Kein Wahrzeichen, auf das die Bewohner immer stolz sind: der Hauptbahnhof ist Teil des Stadtbezirks Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
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Kunstinteressierte kommen im Museum Brandhorst auf ihre Kosten. Es liegt in der Maxvorstadt, die zwischen Odeonsplatz und Stachus unmittelbar an die Altstadt angrenzt und im Osten durch den Englischen Garten begrenzt wird. © IMAGO/imageBROKER/Werner Dieterich
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Der neu gestaltete Elisabethmarkt in Schwabing-West. Mit 151 Einwohnern je Hektar (Angabe der Landeshauptstadt) weist er die höchste Einwohnerdichte aller Bezirke auf.  © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman
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1000 Kilometer nach Bordeaux: das sogenannte „Franzosenviertel“ befindet sich im Stadtbezirk Au-Haidhausen. Die beiden Vorstädte sind im Jahr 1854 eingemeindet worden. © IMAGO/STL Studio Liebhart
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Erholungssuchende aus Sendling kommen gerne an den Flaucher, um sich zu erfrischen. Zentrum des Wirtschaftslebens im Stadtbezirk 6 ist die Großmarkthalle. © IMAGO/Ulrich Wagner
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Eine kurze Auszeit an einem sonnigen Wintertag: Auf diesem Foto genießt sie ein Münchner im Westpark, Teil des Stadtbezirks Sendling-Westpark. © IMAGO/S.Gottschalk
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Der Quartiersplatz auf der Schwanthalerhöhe. „Der Stadtbezirk weist sowohl die zweithöchste Einwohnerdichte als auch den zweithöchsten Ausländeranteil unter allen Münchner Bezirken auf“, heißt es vonseiten der Stadt.  © IMAGO/STL
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Was fürs Auge: Schloss Nymphenburg, die mit Abstand bekannteste Sehenswürdigkeit im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg. © IMAGO
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1924 bis 1929 nach den Plänen von Bernhard Borst erbaut: die Borstei in Moosach.  © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman
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Das Olympische Dorf bei Nacht; es gehört zum Stadtbezirk 11 (Milbertshofen- Am Hart).  © IMAGO/POSS ROLF
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Abendlicher Autoverkehr auf der Leopoldstraße. Sie ist die wohl renommierste im Bezirk Schwabing-Freimann. © IMAGO
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Wacht über Bogenhausen: der beeindruckende Friedensengel. Zum Bezirk gehören auch Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf.  © xChristoph_Lischetzkix via imago
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Berg am Laim gehört zu den kleineren Stadtbezirken Münchens. Hier im Bild ist das unweit des Ostbahnhofes gelegene Werksviertel zu sehen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
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Ein Sommertag am Buga-See. Hier baden Bewohner des Bezirks Trudering-Riem. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Der Pfanzeltplatz (Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach) hat sich seinen dörflichen Charakter bis heute bewahrt. © Imago
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Auf der Tegernseer Landstraße bewegen sich vornehmlich Menschen, die im Bezirk Obergiesing-Fasangarten leben. © Jens Hartmann
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Wie es beim TSV 1860, der seine Heimspiele im städtischen Stadion an der Grünwalder Straße austrägt, läuft, treibt viele Menschen in Untergiesing-Harlaching um. © imago sportfotodienst
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Ein Surfer vergnügt sich an der Floßlände; in einem Stadtbezirk mit nicht unkompliziertem Namen: Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln. © STL via www.imago-images.de
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Abendstimmung am Klinikum Großhadern. Der 20. Stadtbezirk Hadern bildet den südwestlichen Stadtrand Münchens.  © IMAGO/STL Studio Liebhart
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Ja, auch Pasing hat seinen Marienplatz. Gemeinsam mit Obermenzing bildet das Viertel seit 1992 einen Bezirk. © Imago
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Blick auf den Langwieder See, Teil des westlich gelegenen Stadtbezirks Aubing-Lochhausen-Langwied. © IMAGO/Sachelle Babbar
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Ländliche Atmosphäre an einem winterlichen Tag in Allach-Untermenzing. © xmeinzahnx via imago-images.de
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Sehr divers: der Bezirk Feldmoching-Hasenbergl; hier im Blick ist der Blick auf die Feldmochinger Kirche zu sehen. © Copyright: xDreamstimexMolly100x
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Gerade wird viel gebaut in Laim; die Fürstenrieder Straße gilt als Lebensader des Viertels.  © Marcus Schlaf

Grüner Komplex im Bahnhofsviertel soll CO2 einsparen

Das Ergebnis: hochmoderne Gebäude. Bei „The Stack“ macht der Volumenanteil Holz an der tragenden Konstruktion oberirdisch, also bei tragenden Wänden, Stützen, Unterzügen und Deckenplatten, ganze 43 Prozent aus. Gut sichtbar wird das in der beeindruckenden Eingangshalle samt massiver Deckenkonstruktion aus Holz. Energieeffizienz wird großgeschrieben, massig CO2 eingespart. Teil des Konzepts: 120 Fahrradstellplätze, von denen die Mitarbeiter der Mieter profitieren. Auch die Öffentlichkeit kann sich auf die neuen Lokale freuen, die ins Erdgeschoss einziehen. Sie werden, wie das ganze Haus, frischen Wind ins Bahnhofsviertel bringen.

Rubriklistenbild: © AXA IM Alts / ACCUMULATA

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