VonAlois Ostlerschließen
Ganz hervorragend ist das Trinkwasser in Arzbach und Schlegldorf. Darum ging es jetzt beim Jahrestreffen es Wasserbeschaffungsverbands (WBV).
Arzbach – „Wasser kann man erst trinken, wenn es in einer Brauerei war.“ Mit diesem humorvollen Spruch hatte Anton Wasensteiner in der Hauptversammlung des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) Arzbach-Schlegldorf die Lacher auf seiner Seite. Der WBV-Vorsitzende verknüpfte diesen spaßigen Ausspruch allerdings mit einer Werbung in eigener Sache: „Unser Wasser kann man immer trinken, denn es hat null komma null Keime.“
Die hervorragende Qualität des Trinkwassers aus einer konstant ergiebigen Quelle am Leiterberg ist für den Verband vorrangiger Antrieb, die eigenständige Versorgung langfristig zu sichern. Dazu soll laut einstimmigem Beschluss der Verbandsversammlung im neuen Jahr eine Verwaltungsangestellte verpflichtet werden. „Nur so können wir den Verband zukunftsfähig machen“, sagte WBV-Kassier Thomas Scheifl in der Hauptversammlung im „Arzbacher Hof“. Der anfallende Verwaltungsaufwand sei von ihm allein nicht mehr zu leisten. Die ehrenamtliche Arbeit sei in den vergangenen zwölf Jahren immer mehr geworden, sagte Scheifl. Vergleichbare Verbände haben sich in ähnlicher Weise aufgestellt, berichtete der Kassier. Die neue Verwaltungskraft soll auf 400-Euro-Basis entlohnt werden und vor allem über alle Unterlagen Buch führen, die für die Erstellung der Wasserrechnungen für die 275 Abnehmer erforderlich sind.
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Größter Posten im WBV-Etat für 2020 sind die Herstellungsbeiträge für die Erschließung des Neubaugebiets an der Längentalstraße. Die Summe in Höhe von rund 57 000 Euro wird zunächst von der Gemeinde Wackersberg übernommen, sagte Bürgermeister Alois Bauer. „Das haben wir so gelöst, damit der Verband nicht in Vorleistung gehen muss.“ Die Herstellungs- und Anschlusskosten fließen dann jedoch auf das Verbandskonto. WBV-Chef Wasensteiner dankte Bauer für seine stets faire Zusammenarbeit während der gesamten Amtszeit.
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Der Verband hat im vergangenen Jahr fast 107 000 Kubikmeter Wasser gefördert und davon rund 77 000 Kubikmeter verkauft. Die nicht berechneten 30 000 Kubikmeter sind Rohrbrüchen geschuldet beziehungsweise der kostenlosen Wasserabgabe am Arzbacher Friedhof. Der Kubikmeterpreis beträgt derzeit 90 Cent.
