Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Deshalb wickelten DAV-Mitglieder vor einigen Tagen Schafwolle um Tannen

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Familienarbeit: Auch Margarete Moulin, ihr Mann Jean-François und der kleine Wanja halfen beim Umwickeln einer jungen Tanne mit Schafwolle.

Schafwolle hilft, junge Tannen zu schützen. Deswegen machten sich Alpenvereins-Mitglieder daran, die Bäumchen damit zu umwickeln.

Bichl – Am Fahrtkopf in Bichl trat vor wenigen Tagen die Sektion Wolfratshausen des Deutschen Alpenvereins in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) aus Holzkirchen in Aktion: Die jungen Tannen im Bergwald mussten vor Verbiss durch Hirsche, Rehe und Gämsen geschützt werden.

Engagierte Mitglieder des DAV, unter ihnen Kinder und Erwachsene, wickelten einen ganzen Sack voller ungewaschener Schafwolle um die Gipfeltriebe der Bäumchen, berichtet das Amt in einer Pressemitteilung. Begleitet und betreut wurden sie dabei von Bergwaldmanager Andreas Rechenmacher (AELF Holzkirchen) und Wolfgang Neuerburg, stellvertretender Vorsitzender der DAV-Sektion Wolfratshausen. Die Einsatzfläche befand sich wie im vergangenen Jahr auch auf einer ehemaligen Hangrutschung am Fahrtkopf.

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„Schafwolle wird als Verbissschutz verwendet, weil sie auf das Wild eine abschreckende Wirkung hat“, berichtet Robert Nörr, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des AELF. „Es ist ein wirksamer und natürlich abbaubarer Verbissschutz, solange durch eine entsprechende Bejagung noch nicht erreicht ist, dass ausreichend junge Bäumchen unbeschädigt aufwachsen können.“

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Für die rund 20 freiwilligen Helfer gab es am Ende eine warme Brotzeit. „Dabei wurde vereinbart, nächstes Jahr nochmals auf die Fläche zurückzukehren, um die Schafwolle zu erneuern und die neuen Triebe der Tannen zu schützen“, freut sich Nörr. „Denn die Tannen sollen so rasch wie möglich groß und stark werden und den gesunden Bergwald von Morgen bilden.“  tk

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