VonChristiane Mühlbauerschließen
In Bichl wird in naher Zukunft neuer Wohnraum entstehen. Der Gemeinderat ebnete nun den Weg für zahlreiche Projekte.
Bichl – Vor allem im Bereich Feuerhausweg wird sich in Bichl einiges verändern. Wie schon berichtet, siedelt hier ein Landwirt aus. Auf der Fläche sind einige Neubauten geplant, für die der Gemeinderat schon entsprechend den Weg geebnet hat. In der jüngsten Sitzung ging es nun um den größten Neubau in diesem Bereich, nämlich zwei Fünf-Familienhäuser mit zwanzig Stellflächen. Vor allem um diese, genauer gesagt um die Zufahrt, ging es bei der Diskussion. Schon im Vorfeld war der Bauherr gebeten worden, die Stellflächen anders anzuordnen. Die Gemeinde wünscht sich eine Begradigung des Feuerhauswegs an einer Engstelle, damit auch der Nachbar keine Probleme mit dem Parken hat.
Zweiter Bürgermeister Helmut Oppel sprach grundsätzlich von einer „gelungenen Planung für das Grundstück“, bedauerte jedoch auch, „dass jetzt wieder ein alter Hof wegfällt“. Laut Bürgermeister Benedikt Pössenbacher wäre eine bauliche Alternative, das bestehende Wohnhaus und den Stall in Wohnungen umzubauen. „Das geht schon, aber dann wäre es nicht so schön gegliedert wie jetzt.“
Am Aussehen der beiden großen Neubauten übten die Räte keine Kritik, nur eben die Stellflächen und die Straßenführung müssen noch mal überarbeitet werden. Thomas Schäfer äußerte Bedenken wegen einer verwinkelten Straßenführung, wenn die anderen Neubauten kommen. Pössenbacher teilt diese Sorge aber nicht.
Auch an anderen Stellen im Dorf wird gebaut. In der Ludlmühlstraße wird im großen Garten eines bestehenden Hauses noch ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen entstehen. „Es handelt sich um eine Baulücke“, sagte Pössenbacher. Die erforderlichen zehn Parkplätze sind realisierbar.
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Am Wiesenweg wird ein Doppelhaus abgerissen, um Platz zu machen für zwei Einfamilienhäuser. Auch hier hat der Gemeinderat keine Einwände, diskutierte aber bei einem Anwesen die Parkplätze. Denn mit Duplex-Garagen kann man sich nicht anfreunden. „Wir können sie nicht verbieten“, sagte Pössenbacher. „Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie häufig nicht angenommen werden, und die Leute dann doch auf der Straße parken.“ Der Bauherr zeige sich erfreulicherweise gesprächsbereit und will versuchen, eine andere Lösung für die Zufahrt zu finden.
Auch an der Roßweide wird gebaut. Ein Landwirt plant auf seinem Grundstück ein Gebäude, das neben einer Austragswohnung auch eine Ferienwohnung beheimatet, hinzu kommen Lehrlingszimmer, Hackschnitzelheizung und Maschinenhalle. Vor der Umsetzung muss der Landwirt aber noch den Brandschutz, die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung nachweisen, auf Wunsch der Gemeinde soll er auch den Hochwasserschutz prüfen lassen.
Eine Biomasseheizanlage wird in Kürze am Herzogstandweg gebaut. Nach Durchsicht des Plans gab es keine Einwände.
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Nicht genehmigt wurde jedoch der Antrag eines Bürgers, an der Sportplatzstraße (auf Höhe Einmündung B 11) den Flächennutzungsplan zu ändern – weder für Gewerbe noch für einen Solarpark oder gar einen Wohnmobilstellplatz. „Der Antrag ist nicht neu, eigentlich kommt er alle sechs Jahre wieder“, sagte Pössenbacher. Derzeit wird das Areal landwirtschaftlich genutzt. „Unsere Gemeinde soll nicht von drei Seiten von Gewerbegebieten umschlossen sein“, sagte der Bürgermeister.
Zudem befinde man sich in Sichtachse zu Kirche. Ob ein Solarpark hier möglich wäre, sei ohnehin die Frage. „Wie sich unser Dorf entwickeln soll, ist ein Thema für die Klausurtagung“, sagte der Dritte Bürgermeister Leonhard Peschl. Letztlich wurde der Antrag einstimmig abgelehnt.
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