VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Der Landtagsabgeordnete aus Bad Heilbrunn macht sich Sorgen in Sachen Bayerische Oberlandbahn (BOB).
Bad Tölz-Wolfratshausen – Um ein klares Zeichen bat CSU-Fraktionschef Martin Bachhuber in der jüngsten Kreistagssitzung. Der Landtagsabgeordnete aus Bad Heilbrunn macht sich Sorgen in Sachen Bayerische Oberlandbahn (BOB). „Wir brauchen ein klares Ja zur Elektrifizierung“, forderte Bachhuber. Was den Heilbrunner besorgt, sind einige Querschüsse aus dem Nachbarlandkreis Miesbach. Tatsächlich hat sich dort die kleine Initiative „Keine Oberleitung im Oberland“ gebildet. An deren Spitze steht Peter Jacob aus Schliersee, der eine potenzielle Krebsgefahr sieht. Er beruft sich auf wissenschaftliche Studien, die einen Zusammenhang von Leukämieerkrankungen und Magnetfeldern, wie sie auch Oberleitungen erzeugen, untersucht haben. Jacob plädiert stattdessen für den Einsatz von Akku-Triebwagen.
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Die gehen allerdings erst in den Testbetrieb. „Das Oberland war schon einmal Versuchskaninchen, wir wollen dafür nicht noch einmal herhalten“, sagte Landrat Josef Niedermaier mit Blick auf die Integrale, die seinerzeit zum ersten Mal bei der BOB zum Einsatz kamen – verbunden mit einigen Anlaufschwierigkeiten. Auch Bachhuber sieht in der Elektrifizierung das einzige „sichere und beständige Mittel, um die BOB leistungsfähiger zu machen“. Die Weichen dafür sind gestellt, schließlich habe der Freistaat 3,4 Millionen Euro für die Planungskosten zugesagt. „Und wir werden Druck machen, damit die Planung schnellstmöglich durchgeführt wird.“ Auch Niedermaier betonte noch einmal, „dass wir uns alle ganz klar zur Elektrifizierung bekannt haben“. Er werde das Thema aber im Kreis-Infrastrukturausschuss noch einmal auf die Tagesordnung setzen.
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