Kommunalwahl 2020

Heilbrunner Bürgermeisterkandidat Konrad Specker im Portät

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Konrad Specker macht es sich in seiner Freizeit gern mit einem spannenden Buch auf dem Sofa bequem.
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Konrad Specker war bisher in der Gemeinde Bad Heilbrunn vor allem als Inhaber seiner Bäckereifilialen „SpeckerBäck“ bekannt. Jetzt kandidiert er um das Bürgermeisteramt für die Freien Wähler.

Bad Heilbrunn – Bekannt ist Konrad Specker (47) seit vielen Jahren für seine Brote, Brezen und Kuchen. Er hat in Bad Heilbrunn zwei Filialen seiner Bäckerei „Speckerbäck“ hochgezogen. Nun wirft der Bäckermeister zum zweiten Mal seinen Hut in den Ring: Er will Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Bad Heilbrunn werden. Die Kommunalpolitik ist schon lange ein fester Bestandteil seines Lebens. Schließlich ist Specker Gemeinderat, Kreisrat, Bezirksrat und Vorsitzender der Freien Wähler Bad Heilbrunn sowie der Kreisvereinigung Bad Tölz-Wolfratshausen.

Entsprechend sieht sein Tagesablauf aus. Specker steht extrem früh auf, oft hat er abends durch seine politischen Ämter noch Termine.

Als Bäckermeister steht er um 1.30 Uhr auf 

„Mein Wecker klingelt um 1.30 Uhr. Ab 2 Uhr stehe ich in der Backstube“, erklärt er bei – wie könnte es anders sein – Kaffee und Kuchen in seiner Küche. „In der Regel mache ich gegen 11 Uhr einen Mittagsschlaf. Danach erledige ich Einkäufe und meine Büroarbeit“, sagt er. Immer in seiner Nähe ist seine Ehefrau Sylvia und jüngsten Tochter Theresa. Man merkt, dass Specker (der noch eine zweite Tochter hat, Patricia) nicht nur ein Familienvater, sondern mit Herz und Seele ein Familienmensch ist.

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„Das Schönste ist für mich, in Ruhe zu Hause mit meinen Liebsten zu sein“, sagt er. Und gesteht: „Ich bin privat eher der gemütliche Typ.“ Am liebsten mache er es sich auf seinem Sofa bequem. „Wir machen oft den Kamin im Wohnzimmer an, dann lese ich gerne Mittelalterromane oder gehe meine Sitzungsunterlagen durch.“ Aber findet dann tatsächlich seine ganze Freizeit auf der Couch statt? „Nein, nicht ganz“, sagt Specker und lacht. „Seit unsere Kinder groß sind, haben meine Frau und ich wieder begonnen, zusammen Fernreisen zu machen. Wir waren jetzt schon in Afrika, Thailand und auf Kuba“, erzählt er voller Begeisterung.

Im Urlaub zieht es das Ehepaar Specker in ferne Länder 

Und damit Specker nicht seine ganze Freizeit außerhalb des Jahresurlaubs in den eigenen vier Wänden verbringt, hält ihn seine Frau, – die er liebevoll „Spatzerl“ zu nennen pflegt – auf Trab: „Sonntags bringt sie mich meist dazu, etwas zu unternehmen.“ Dann unternimmt das Ehepaar in der Region Spaziergänge oder Radtouren. „Das Schöne ist, dass man von zu Hause direkt starten kann, ohne erst lang mit dem Auto wo hin fahren zu müssen“, schwärmt er. Am liebsten geht das Paar dann den Heilbrunner Höhenweg zum Zwiesel hinauf. „Ab und zu gehen wir danach noch in ein Spa, zum Beispiel in Kochel , da kann man wunderbar die Seele baumeln lassen.“

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Wenn Specker von seinen „Unternehmungen dahoam“ erzählt, merkt man, wie sehr er seine Heimat liebt. „Ich bin hier aufgewachsen, habe meine Jugend hier verbracht und auch meine Frau hier geheiratet.“ Bis auf seine Lehrzeit, in der er ein Zimmer in Bad Tölz hatte, wohnte er auch immer in der Gemeinde. „Heilbrunn ist ein sehr persönlicher Ort, in dem man sich geborgen fühlt und gerne zu Hause ist.“

An der Gemeinde lobt er die Gewerbeansiedlung und Entwicklung der einheimischen Wirtschaft. „Ich finde es toll, dass den einheimischen Unternehmen Platz geboten wird, sich anzusiedeln.“ Weiter ist Specker über die „gesicherte Nahversorgung in der Ortschaft“ froh. „Das macht Bad Heilbrunn für alle Generationen lebenswert.“

Specker will sich für bezahlbaren Wohnraum und einen Handwerkerhof einsetzen 

Sollte er den Kampf um den Rathaus-Chefsessel gewinnen, möchte sich Specker für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Dabei ist es ihm wichtig, dass „die Ortsmitte nicht an den Meistbietenden verhökert wird, sondern die Gemeinde längstmöglich die Hand drauf hat“.

Er würde sich als Bürgermeister auch gerne dafür einsetzen, weiter die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Hier sieht er eine Verbindung zum bezahlbaren Wohnraum: „Viele Betriebe leiden unter Fachkräftemangel. Mit bezahlbarem Wohnraum könnte man vielen einen Anreiz verschaffen, hier zu arbeiten und zu wohnen.“ Als vorbildlich empfindet Specker das Gaißacher Modell eines „Handwerkerhofs“. Dies könnte er sich auch für seine Heimatgemeinde vorstellen.

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