VonFelicitas Bognerschließen
Die Gemeinderatsliste der Freien Wähler Bad Heilbrunn für die Wahlen 2020 steht fest. Eine bunt gemischte Gruppe will einige Prozesse im Ort beschleunigen.
Bad Heilbrunn - Ein klares Wahlprogramm wurde zwar noch nicht von den Heilbrunner Freien Wählern vorgestellt, dafür präsentierten sich am Donnerstagabend im Café Waldrast insgesamt 13 der 15 Kandidaten für die Gemeinderatsliste. Nach zwei Wahldurchläufen stand die Liste mit den jeweiligen Positionierungen fest. Davor hatte sich jeder der Kandidaten – zwei fehlten wegen Krankheit oder Urlaub – persönlich vorgestellt und seine Ideen für den Ort erläutert.
„Ich freue mich, eine starke, kompetente und gemischte Gruppe anzuführen“, sagte Bürgermeisterkandidat Konrad Specker (47) mit Blick auf die Bewerberliste. Besonders stolz sei er, dass ein Drittel der Listenplätze mit Frauen besetzt ist.
Ein Drittel der Listenplätze von Frauen besetzt
Trotz 15 sehr verschiedenen Kandidaten – vom Studenten über Unternehmer bis hin zum Rentner – kamen in der Vorstellung immer wieder die gleichen Themen zur Sprache. Dabei ließ sich klar heraushören, dass vor allem eine schnelle Neugestaltung der Ortsmitte den Freien Wählern am Herzen liegt. „Heilbrunn muss sich wesentlich schneller entwickeln. Die Kombination Geld und Zeit steht dabei im Mittelpunkt“, sagt Iradj Rahimpur.
Auch bezahlbarer Wohnraum war immer wieder ein Thema. Anton Krinner und Robert Rieker bemängelten in diesem Zusammenhang, dass „es wirklich schlimm ist, dass sich ein Drittel der jüngeren Fußballspieler aus Bad Heilbrunn hier keine Wohnung leisten kann“. Dafür hat Christian Kaul eine konkrete Vision: Er stellt sich für die Ortsmitte Genossenschaftswohnungen vor. „Es gibt hier viel zu wenig Ein- oder Zweizimmerwohnungen“, sagte der Unternehmer. Weiter wünschen sich die Freien Wähler in Heilbrunn eine höhere Wertschätzung der Vereine. Wie die genau aussehen soll, blieb allerdings offen.
„Echt. Ehrlich. Nah. Mit Struktur in die Zukunft.“
Rieker stellte den Wahlslogan der Freien Wähler vor: „Echt. Ehrlich. Nah. Mit Struktur in die Zukunft.“ Besonders das Wort Struktur sei ihm dabei wichtig, betonte der Gemeinderat. „Ich sehe Handlungsbedarf bei den momentanen Strukturen in der Gemeinde. Besonders, was die Personalführung betrifft“, sagte er. Genaue Verbesserungsvorschläge nannte er aber nicht.
