Generalsanierung geplant

CSU-Gemeinderat nennt überraschend Investitionssumme: Neue Wiesseer Post könnte 22 Millionen verschlingen

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Einen kompletten Umbau plant die Gemeinde Bad Wiessee für ihren Gasthof Zur Post. Die Maßnahme könnte etwa 22 Millionen Euro kosten.
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Ihren Gasthof Post will die Gemeinde Bad Wiessee rundum erneuern. Jetzt ist auch klar, wie hoch in etwa die Investitionssumme sein wird. Die Generalsanierung könnte 22 Millionen Euro verschlingen.

Bad Wiessee – Dass der gemeindeeigene Gasthof zur Post in Bad Wiessee generalsaniert und teils auch neu gebaut wird, ist längst bekannt. Über die Kosten des Großprojekts konnte bislang aber nur spekuliert werden. Nun ist in der Haushaltssitzung des Gemeinderats am Donnerstag (23. März) erstmals eine Zahl durchgedrungen: Ersten Schätzungen zufolge wird die Rundumerneuerung rund 22 Millionen Euro verschlingen.

22 Millionen für die Post: Kurt Sareiter (CSU) lässt die Katze aus dem Sack

Es war der altgedienteste Mandatsträger, der die Katze ganz unvermittelt aus dem Sack ließ: Kurt Sareiter (CSU) berichtete im Rahmen der Haushaltsdebatte, dass mittlerweile die ersten Kostenschätzungen der Architekten für die Post-Sanierung vorlägen. Demnach könnte es auf die stattliche Summe von etwa 22 Millionen Euro hinauslaufen. Er habe eigentlich gehofft gehabt, dass Bürgermeister oder Kämmerer diese Zahl in der öffentlichen Sitzung bekannt geben, meinte Kurt Sareiter. Nachdem diese die Gesamtkosten nicht erwähnten, übernahm das der CSU-Vertreter. „Die Bürger haben ein Anrecht auf diese Information“, begründete Sareiter seinen Vorstoß. Immerhin werde er häufig auf das Projekt und die damit verbundenen Kosten angesprochen. Sareiter berichtete zudem, dass die Wiedereröffnung der Post – dann vermutlich mit neuem Saal und neuem Biergarten – für 2025 angepeilt sei. Er hoffe sehr, dass es dabei bleibe.

Bürgermeister Robert Kühn von Vorpreschen überrascht

Bürgermeister Robert Kühn (SPD) war sichtlich überrascht und konsterniert darüber, dass sich die Information über die Investitionskosten für die Post auf diese Weise ihren Weg an die Öffentlichkeit gebahnt hatten. Nach kurzer Überlegung wollte er das Vorpreschen des CSU-Kollegen auch nicht unkommentiert lassen. Heute sei sehr wohl der Zeitpunkt, um über konkrete Zahlen zu sprechen, räumte Kühn mit Blick auf den vorliegenden Haushalt ein. „Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über noch nicht beschlossene Zahlen zu sprechen.“ Die Gemeinde wolle ihre Projekte „besonnen und mit Bedacht“ auf den Weg bringen, betonte der Bürgermeister.

Im Haushalt 2023 sind nur drei Millionen Euro für die Post eingeplant

Im laufenden Haushalt für 2023, den der Gemeinderat am gleichen Abend beschloss, sind übrigens lediglich Teilkosten in Höhe von drei Millionen Euro für die Sanierung und den Neubau der Post eingestellt. Bekanntlich will die Gemeinde den Gasthof, der auch Bürgerzentrum ist, fit machen für die Zukunft.

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