Katharina Schwingshackl ausgezeichnet

Deutschlands beste Weinkennerin:  Sommelière des Jahres 2020 kommt aus Bad Tölz

+
Sommelière des Jahres 2020: Katharina Schwingshackl mit der Urkunde, mit der der Gastro-Guide sie als beste Weinkennerin Deutschlands ausgezeichnet hat.
  • schließen

Sommelière des Jahres 2020 - so darf sich Katharina Schwingshackl nennen. Die Tölzer Gastronomin freut sich sehr über die Auszeichnung.

Bad Tölz – „Das ist grandios.“ Katharina Schwingshackl kommt ins Schwärmen, wenn sie die edel eingerahmte Urkunde in die Hand nimmt. Das Team des „Großen Restaurant und Hotel Guide“ hat die Tölzer Gastronomin und Hotelbetriebswirtin zur Sommelière des Jahres 2020 gewählt. Die 36-Jährige ist damit Deutschlands beste Weinkennerin.

„Ich habe mich riesig gefreut über diese Auszeichnung“, sagt die Expertin, die mit ihrem Mann das Restaurant Schwingshackl Esskultur im ehemaligen „Fährhaus“ an der Isarlust führt. Sie sieht den vor wenigen Wochen verliehenen Preis als Würdigung der harten Arbeit. „Die Tafel bekommt einen Ehrenplatz“, sagt sie.

Die Chefredaktion des deutschsprachigen Gastroführers, der auch Bertelsmann Guide genannt wird, begründet die Wahl so: „Sich im schier grenzenlosen Thema Wein auszukennen, ist die eine Sache. Die andere ist es, mit diesem Wissen jedem Gast den passenden Tropfen zu empfehlen. Katharina Schwingshackl beherrscht beides – Letzteres mit viel Feingefühl – und vereint mustergültig all das, was wir uns unter einer perfekten Sommelière vorstellen.“

Anonyme Tester kamen ins Lokal

Die Tölzerin ist nun in der neuesten Ausgabe des fast 1000 Seiten starken Führers vertreten, in dem über 2600 deutsche Restaurants und Hotels beschrieben und bewertet werden. Für Katharina Schwingshackl ist es eine weitere wichtige Auszeichnung. Bereits im vergangenen Sommer war sie vom Schlemmer-Atlas in die Riege der 50 besten Sommeliers in Deutschland aufgenommen worden.

Wann die anonymen Tester in ihrem Restaurant saßen, könnte die frischgebackene Sommelière des Jahres „beim besten Willen nicht sagen“. Die Gastrokritiker kämen immer unangemeldet und gäben sich nie zu erkennen. „Manchmal denke ich mir schon: Der Gast war aber jetzt etwas seltsam“, sagt Schwingshackl. Ob der Kunde aber ein Tester war oder nicht, bleibe ungewiss.

Die Schwingshackl-Gäste können unter rund 300 Weinen wählen

Die Schwingshackl-Gäste können unter rund 300 Weinen wählen. „Das ist nicht wahnsinnig viel“, sagt die Sommelière. Sie hat nach ihrer eigenen Einschätzung eine gute Mischung zusammengestellt. „Drei Viertel der Weine stammen von bekannten Gütern, der Rest kommt von jungen Nachwuchs-Winzern“, sagt sie. Diese Weine sind ihrer Ansicht nach Überraschungen für ihre Gäste, die oftmals auch in anderen ausgezeichneten Restaurants einkehren. „Die Leute gehen gerne auf meine Empfehlungen ein, weil ich immer darauf achte, dass der Wein 100-prozentig zum Essen passt“, sagt Schwingshackl.

Sie selbst bevorzugt gereifte Weißweine – beispielsweise einen Riesling von Großen Gewächsen oder einen im Barrique ausgebauten Chardonnay. Bei der Beratung stelle sie aber ihren eigenen Geschmack hintan. „Ich will, dass der Gast den für ihn passenden Wein bekommt.“ 

Lesen Sie auch:

Nur noch warmmachen: Starkoch verschickt komplettes Festtagsmenü per Post

Kommentare