VonDoris Schmidschließen
Der Brauch, am Wegesrand Kreuze aufzustellen, ist in Bayern fest verwurzelt. In Geretsried gibt es einige, die wir in einer Serie vorstellen. Heute: das Wegkreuz an der Herrnhauserstraße 51 in Gelting.
Gelting – Ein sogenanntes Bitt-Marterl steht auf dem Grund vom „Oret“, beim heutigen Waldherrnhof an der Herrnhauserstraße 51 in Gelting. Die bemalte Holztafel zeigt die beiden Kirchenpatrone St. Benedikt und St. Silvester. Die beiden Heiligen schweben als Brustbilder mit dem dreifaltigen Auge Gottes über dem Dorf Gelting. Darunter steht auf einem Spruchband „Bitte für uns“.
Ursprünglich stand das Bitt-Marterl an der Straße von Gelting nach Wolfratshausen in der Nähe des Autobahnzubringers, berichtet Walter Holzer, der alle Wegkreuze und Marterl in Geretsried dokumentiert hat. Dort verfiehl es allmählich, und es landete in einer Kiesgrube.
Thomas Huber rettete das Bildtaferl und veranlasste die Renovierung. Nachdem dieses auch die Viehpatrone darstellt, fand man einen neuen Aufstellungsort an der sogenannten Viehgasse vor dem Weidegebiet am Alleebüchel in Gelting.
Lesen Sie auch: Diese Geschichte steckt hinter dem Wegkreuz an der Geretsrieder Böhmwiese
Wann und von wem das Marterl ursprünglich errichtet wurde, ist nicht bekannt. Der Holzstamm trägt die Jahreszahl 1995. Damals hatte der inzwischen verstorbene Geltinger Bim Buchhierl das Votivtaferl renoviert. nej
