Um den Klimawandel drehte sich kürzlich der Tag an der Montessori-Schule. Die jungen Frauen und Männer wissen durchaus, was sie dagegen unternehmen können.
Dietramszell – „Fritz und Eisberg“, „Simon und Wintersport“ – es war ein Spiel der anderen Art. Ihren Vornamen zu nennen und das erste Wort, das ihnen zum Thema „Klima“ in den Sinn kommt, dazu wurden am Dienstag Dietramszeller Neunt- und Zehntklässler aufgefordert. Denn die örtliche Montessori-Schule beteiligte sich am Klimaschutz-Aktionstag der Schulen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
„Mensch macht Klima – Für ein Klima der Gerechtigkeit“, so war der Projektvormittag überschrieben. Dazu hatte die Schule drei Referenten der Herzogsägmühle eingeladen. Die soziale Einrichtung der Diakonie in Oberbayern will mit ihrem derzeitigen Bildungsprojekt „Mensch macht Heimat“ jungen Leuten die Möglichkeit zur gesellschaftspolitischen Teilnahme geben. „Wir sind hier, um mit euch übers Klima zu sprechen“, begrüßte Referentin Veronika Reiser gemeinsam mit Susanne Seeling und Leo Martz die Schüler.
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Zunächst forderte das Trio die jungen Erwachsenen auf, zu Aussagen wie „Ich weiß ziemlich viel über Klimawandel“ oder „Ich versuche nachhaltig zu handeln“ Stellung zu nehmen. Hier wurde klar, dass sich viele bereits mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Ihr Vorschläge zur Frage, wie man selbst nachhaltiger leben könne, reichten von der Idee, Kleider secondhand zu kaufen bis zum Rat, „einfach mal das Licht zu Hause ausmachen“.
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„Ja das Thema ist bei uns sehr präsent“, sagte Lehrerin Antonia Wimmer. Motto des Schuljahrs sei „Umwelt – Mitwelt“. Es gehe darum, gemeinsam zu erarbeiten, was man tun könne, um den Klimawandel zu stoppen, betonte Wimmer. „In unserer aktuellen Stunde am Freitag geht es ganz viel um die Klimaproteste.“
„Wir gehen regelmäßig zu den Demos“, berichtete Schülerin Amelie. Gemeinsam mit anderen Klassenkameraden hat die 16-Jährige eine „Klimawand“ in der Schule gestaltet. Dort hängen Fotos der Klimastreiks, aber auch Flyer und Infos zu zukünftigen Veranstaltungen. Es sei ihnen ein großes Anliegen, das Interesse auch an die jüngeren Klassen weiterzugeben, sagte die Zehntklässlerin.
Der Vormittag hielt viele Überraschungen für die Jugendlichen bereit. An vier Stationen etwa bekamen die Schüler die Möglichkeit, in Kleingruppen über Themen wie Klima und Migration oder Greta Thunbergs Rede zum Klimagipfel in Kattowitz zu diskutieren. Einige von ihnen kamen außerdem ganz schön ins Schwitzen, als sie aufgefordert wurden, den jeweiligen Prozentanteil an Weltbevölkerung, Vermögen und CO2-Ausstoß auf den verschiedenen Kontinenten zu schätzen. „Es fällt auf, dass obwohl auf manchen Kontinenten die Weltbevölkerung sehr hoch ist, der Anteil an Geld nur sehr klein ist“, stellte Schülerin Theresa fest. ste