VonChristiane Mühlbauerschließen
Gute Nachrichten gibt es vom Dirtbike-Park in Benediktbeuern. Nach großer Arbeit ist dieser nun so gut wie fertig. Jetzt muss noch der TÜV kommen, und dann kann Einweihung gefeiert werden.
Benediktbeuern – Der Dirtbike-Park geht auf eine Initiative von Jugendlichen aus dem Don-Bosco-Club zurück. Sie wollten den alten Platz an der Wurz (nahe Schwimmbad) wieder errichten. Dieser war in die Jahre gekommen und nicht mehr benutzbar (wir berichteten).
Die Jugendlichen stießen vielerorts auf offene Ohren. Auch die Mountainbiker im TSV Benediktbeuern-Bichl waren angetan, ebenso die Gemeinde und der Forst als Besitzer der Fläche.
Im vergangenen Sommer wurde mit der Arbeit begonnen. „Die Motivation der Jugendlichen war enorm. Wir haben richtig viel vorangebracht“, sagt Matthias Fischer, betreuender Erlebnispädagoge vom Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK). Das ZUK sowie der Trägerverein für die Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal haben gemeinsam erfolgreich finanzielle Unterstützung bei der „Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern“ beantragt. „Auch die Gemeinde hat uns super unterstützt“, sagt Fischer und erinnert dankbar an den verstorbenen Bürgermeister Hans Kiefersauer. Deshalb hätte man 15 Lkw-Ladungen voll Erde bekommen, ein Aushub von einer Baustelle im Dorf, sowie eine Lkw-Ladung mit Mineralbeton. „Das hat uns sehr gefreut.“ Auch Michi Bauer vom Bauhof war eine große Hilfe.
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In Gemeinschaftsarbeit haben die jungen Erwachsenen – unter ihnen übrigens auch Mädchen – aus Benediktbeuern, Bichl und Ried den Platz hergerichtet und Erdhügel gebaut. Highlight ist laut Fischer eine große Schanze, von der aus man besondere Sprünge machen kann. „Die Jugendlichen durften den Platz nach ihren Interessen gestalten. Das hat alle sehr motiviert mitanzupacken, und zwar bei jedem Wetter.“
Bei der Arbeit habe man die Jugendlichen auch fürs Thema Umwelt sensibilisiert, berichtet Fischer. Denn auch der Umgang mit Fauna und Flora ist ein Teil des „Projekts“. „Die Jugendlichen kennen jetzt die Pflanzen hier und haben Platz für Wildbienen geschaffen.“
Herbst und Winter machten dann jedoch die Arbeit unmöglich. „Gefrorenen Boden kann man halt nicht mehr verdichten“, sagt Fischer. So musste man mit der endgültigen Fertigstellung bis zum Frühjahr dieses Jahres warten. Bevor der Platz benutzt werden kann, muss ihn allerdings noch der TÜV abnehmen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, der Sachverständige dürfte aber bald kommen. „Danach ist der Platz dann befahrbar“, sagt Fischer.
Ein offizielles Einweihungsfest wird es im Sommer auch noch geben, der Termin steht aber noch nicht fest. Ebenfalls noch in Bearbeitung ist die Tafel mit Verhaltensregeln. Darauf wird unter anderem stehen, dass man den Platz nur mit Helm benutzen darf, nicht im Regen und natürlich auch nicht mit motorisierten Zweirädern fahren darf. Auch ein kleiner Unterstand soll noch errichtet werden.
Der neue Dirtbike-Platz hat sich schon herumgesprochen. „Auch Studenten von der KSH finden das gut“, weiß Fischer. Ansprechpartner für die Jugendlichen sind Fischer, das Team vom Don-Bosco-Club und Streetworkerin Tini Schwarm, die regelmäßig vor Ort sein wird.
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