Julia Rodrian, Friederike Wimmer und Felicitas Hörl möchten Gleichaltrigen in ihrer Heimatstadt eine Stimme geben.
Wolfratshausen – In der großen Politik mitmischen möchten die drei Mädchen noch nicht. Aber sich für ihre Heimatstadt engagieren, das wollen Julia Rodrian, Friederike Wimmer und Felicitas Hörl. Sie planen, zusammen mit anderen Freiwilligen einen Jugendbeirat zu gründen – „und etwas für die Jugendlichen in Wolfratshausen schaffen“, so Felicitas Hörl.
Die Idee reifte vor etwa einem Jahr. „Auf dem Jugendforum haben wir uns Gedanken darüber gemacht, einen Jugendrat zu gründen“, erinnert sich Friederike Wimmer – ähnlich dem Modell in Geretsried. Einige Stadträte fanden die Überlegung gut. Gerlinde Berchtold (SPD) traf sich im Anschluss mit der Gruppe. Zusammen änderten sie ihren Plan: Nun möchten die Mädchen einen Jugendbeirat aus der Taufe heben, der dem Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen (KJFV) angeschlossen sein soll. „Wir wollen damit nicht die Stadtpolitik gestalten“, sagt Friederike Wimmer. Den Beirat sehen die 15-Jährigen als Möglichkeit für junge Wolfratshauser, „ihre Meinung zu Themen zu bilden, die die Jugendlichen betreffen, sich zu engagieren und Veranstaltungen für unsere Altersgruppe zu organisieren“.
Die drei Mädchen, die das Gymnasium in Geretsried besuchen, werben seit einigen Wochen um Mitstreiter. „Es gibt nur wenige Leute, die sich langfristig für so ein Projekt engagieren möchten“, erklärt Felicitas Hörl die Schwierigkeit. Dabei sei ein solches Gremium gerade für die Jungen wichtig. „Viele Stadträte wissen wahrscheinlich nicht, was uns interessiert und was wir uns für Wolfratshausen wünschen.“
Wie das neue Gremium organisiert sein soll, ist bereits abgeklärt. Das Alter der Beirats-Mitglieder soll zwischen 13 und 18 Jahren liegen. Für ein Jahr gehören die Jugendlichen dem Gremium an, das sich im monatlichen Rhythmus treffen soll. Zur Seite stehen den jungen Ehrenamtlichen Fritz Meixner als Geschäftsführer des KJFV, Cordula Schnellbach von der mobilen Jugendarbeit sowie Stadträtin Gerlinde Berchtold und Jugendreferentin Kathrin Kugler – allerdings ohne Stimmrecht, sondern nur in beratender Funktion.
dst
Lesen Sie auch: Jugendforum trägt Früchte: Das wurde in Wolfratshausen umgesetzt