Manches muss noch bekannter werden

Jugendforum trägt Früchte: Das wurde in Wolfratshausen umgesetzt

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Ideenschmiede: 90 junge Wolfratshauser beteiligten sich am jüngsten Jugendforum in der Loisachhalle. foto: sAbine Hermsdorf-Hiss

90  junge Wolfratshauser brachten beim zweiten Jugendforum in der Loisachhalle ihre Ideen ein. Was aber ist aus den Vorschlägen der Erstauflage im vergangenen Jahr geworden?

Wolfratshausen – Nach dem zweiten Jugendforum stellt sich die Frage, was aus den Ideen aus dem Jahr 2017 geworden ist. Eine Antwort darauf weiß Kathrin Kugler von der Bürgervereinigung. Sie ist Jugendreferentin des Stadtrats und hat beide Veranstaltungen organisiert.

Vier Buben äußerten im vergangenen Jahr einen Wunsch, den viele Bürger teilten. Auf dem Marienplatz sollte wieder ein geschmückter Christbaum aufgestellt werden. Aus Brandschutzgründen hatte die Stadt 2016 entschieden, auf den Baum zu verzichten. Wenige Wochen nach dem Jugendforum verkündete Bürgermeister Klaus Heilinglechner die frohe Botschaft: Der Christbaum kehrt in die Altstadt zurück. Kathrin Kugler ist sich sicher: „Der ausdrückliche Wunsch der Jugendlichen war einer der Steine, die das Projekt ins Rollen gebracht hat.“

Ähnlich verhielt es sich mit dem Vorschlag, ein politisches Gremium für junge Wolfratshauser zu schaffen. Eine Gruppe regte ein Jugendparlament nach Geretsrieder Vorbild an. Bei mehreren Treffen mit Jugendreferentin Kathrin Kugler und SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold fanden vier Mädchen eine andere Lösung: Im Kinder- und Jugendförderverein soll ein Beirat gegründet werden, der mit jungen Wolfratshausern besetzt wird. Derzeit suchen die Initiatorinnen noch Mitstreiter.

Lesen Sie auch unseren Bericht vom zweiten Jugendforum: Was sich junge Wolfratshauer für ihre Stadt wünschen

Sportbegeisterte Jugendliche wünschten sich im 2017er-Forum neue Rampen im Waldramer Skatepark. Auch diesen Wunsch erfüllten die Stadträte. Der Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales bewilligte 15 000 Euro für die neue Ollie-Box und die Rampe für Scooter-Fahrer. Die übrigen 2500 Euro legte die Roll-Aktiv-Initative drauf, die sich zudem am Aufbau weiterer neuer Attraktionen beteiligte. Die Skater hatten auch beim diesjährigen Jugendforum Unterstützer: Eine Gruppe bat um die Aufstellung von Flutlichtmasten auf dem Sportgelände.

Über Freizeitangebote in der Loisachstadt können sich Jugendliche seit einiger Zeit im sozialen Netzwerk Instagram informieren: „jugend.wor“ heißt die Seite, die nach dem Jugendforum im vergangenen Jahr online ging. „Einige Teilnehmer hatten sich eine Info-Plattform für Veranstaltungen und Angebote gewünscht“, erklärt Kathrin Kugler. Mit dem Profil im sozialen Netzwerk wolle man vor allem junge Menschen erreichen. „Dafür muss diese Seite aber noch bekannter werden“, räumt die Jugendreferentin ein. Mit derzeit 60 Abonnenten erreicht die Info-Plattform bislang eine überschaubare Zahl an Instagram-Nutzern.

„Insgesamt haben wir viele Themen angepackt, die sich die Jugendlichen gewünscht haben“, bilanziert Kugler. Auch von den Anliegen, die heuer geäußert wurden, möchte sie einige im Stadtrat ansprechen. Dafür plant Kugler eine Info-Mappe für alle Räte, in der die Wünsche des diesjährigen Forums zusammengestellt sind. Die Mandatsträger sollen außerdem die Möglichkeit erhalten, mit den Teilnehmern in Kontakt zu kommen und Projekte zu begleiten. Kugler hofft, dass auf diesem Weg wieder einige der Jugendthemen umgesetzt werden können.

dst

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