Ein gewagtes Abenteuer treten zwei junge Frauen aus Eberfing am 22. August an. Monika Hohenleitner und Irmgard Schwab – das Team „Bayrische Madl“ – haben sich für die humanitäre Rallye „BalkanExpress“ angemeldet und können es kaum erwarten, bis es endlich losgeht, wie sie sagen.
Eberfing – Auf das Rennen sind die beiden 28-Jährigen durch zwei Freunde aufmerksam geworden, die schon mal bei einer ähnlichen Rallye mitgemacht haben. Der „BalkanExpress“ startet in Dresden, und die Freundinnen machen sich dann auf eine 13-tägige Reise durch 14 Länder. Ihr Abenteuer endet schließlich am 4. September in Salzburg.
Dazwischen legen die zwei Eberfingerinnen rund 4000 Kilometer nur auf Landstraßen zurück, da Autobahnen tabu sind. Die Navigation findet nur mit Hilfe von Landkarten statt, weil Navis oder GPS-Geräte vermieden werden sollen. Das wird zwar eine Herausforderung, aber „da betrügt man sich ja im Endeffekt selbst, wenn man das dann nutzt“, sagt Irmi Schwab. Auf Handys und Internet wollen beide zum größten Teil verzichten, aber ihre Erlebnisse der Reise wollen sie auf „social media“ teilen, damit auch ihre Unterstützer teilhaben können.
Ein reines Mädchen-Team ist unter den 147 teilnehmenden Mannschaften eine Seltenheit. Mit den anderen sechs Mitgliedern der rein weiblich besetzten Autos haben die Eberfingerinnen noch keinen Kontakt. „Das kommt dann bestimmt vor Ort beim Start oder unterwegs“, sagt Moni Hohenleitner.
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Eine weitere Vorgabe der Veranstalter ist es, dass das Auto mindestens 20 Jahre alt sein muss. Deshalb hat sich das Team für einen „Subaru Impreza“, Baujahr 1999, entschieden und diesen mit Hilfe von Freunden hergerichtet und straßentauglich gemacht. Sollten dennoch kleinere Reparaturen anstehen, könnten die Eberfingerinnen diese selbst bewerkstelligen, da sie durch das Herrichten ihres „Alfreds“, wie sie das Auto getauft haben, einiges an Technikwissen entwickelt haben. Für schwerere Fälle hätten sie jedoch ihr Partnerteam, die „Bayrischen Buam“, Daniel Dekinger und Michael Hejda, als Unterstützung dabei. Jedoch wollen die beiden Frauen mit eigenem Auto ins Rennen, da sie den größten Teil ihres Abenteuers alleine bestreiten wollten.
Irmi Schwab und Moni Hohenleitner haben sich auch bewusst für ein Fahrzeug mit grüner Umweltplakette entschieden, denn, „um diese Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, fehlen uns leider die Urlaubstage“, witzelte Moni Hohenleitner. Die Kosten wie die für die Anmeldung, die Beschaffung des Autos und gegebenenfalls für ein Hostel zum Duschen müssen beide selbst bezahlen: „Wenn ich in den Urlaub fahre, zahlt mir das ja auch keiner, deswegen zahlen wir das selbstverständlich gerne aus eigener Tasche, vor allem, weil es für einen guten Zweck ist“, sagt Irmi Schwab.
Der entscheidende Teil der Rallye besteht nämlich darin, im Vorfeld Spenden für eine bestimmte wohltätige Einrichtung zu sammeln. Dabei haben sich die „Bayrischen Madl“ für den Hospizverein im Pfaffenwinkel mit Sitz in Polling entschieden. „Alle Spenden kommen zu 100 Prozent an und gehen direkt per Überweisung an das Hospiz“, versichert Moni Hohenleitner. Allen bisherigen Spendern und Sponsoren seien sie sehr dankbar, so die jungen Frauen.
Spendenaktion im „Biomichl“ in Weilheim
Zusätzlich wollen beide Kindern und Jugendlichen, denen sie auf ihrer Reise begegnen, gut erhaltene Spiel- und Bastelsachen schenken und sammeln auch dafür fleißig: Vom 15. bis 27. Juli steht im Supermarkt ,Biomichl“ in Weilheim ein Wagen, in den jeder, der möchte, eine Spende legen kann, wie die beiden Freundinnen erklären. Gerne können sich Interessierte auch an die E-Mail-Adresse bayrische.madl@gmx.de wenden, falls es Fragen gibt.
Per App dabei: Wer die „Bayrischen Madl“ auf ihrer Reise virtuell begleiten möchte, kann das mit Hilfe der „SAC-Track-App“ des Veranstalters tun und damit den Live-Standort des Teams mit der Nummer 50 verfolgen.
Franziska Florian
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