VonVolker Ufertingerschließen
Egling - Einige Jahre war es still um die ehemalige Trocknungsanlage im Eglinger Ortsteil Feldkirchen. In naher Zukunft soll dort ein Agrarzentrum entstehen. Hauptnutzer wird der Wolfratshauser Maschinenring sein.
Es geht etwas voran mit dem Gelände der ehemaligen Trocknungsanlage im Eglinger Ortsteil Feldkirchen. „Ich bin froh, dass wir in eine gesicherte Zukunft gehen“, sagte Bürgermeister Hubert Oberhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zuvor hatte das Gremium einstimmig den Aufstellungsbeschluss für ein „Sondergebiet landwirtschaftliche Nutzung“ gefasst, sodass jetzt die Planungen ins Rollen kommen können. Geplant ist laut Oberhauser ein „Agrardienstleistungszentrum“. Konkreter wurde er nicht.
Der Betrieb der Trocknung rentierte sich nicht mehr
Über die Pläne informiert sind bereits die Mitglieder der Trocknungsgenossenschaft und des Maschinenrings, der vor einiger Zeit Interesse an einer Nutzung des Areals angemeldet hatte, sowie die Schutzgemeinschaft Feldkirchen. Bekanntlich hatte die Trocknungsanlage, die das Grüngut der Mitglieder in Pellets umgewandelt hat, 2014 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit schließen müssen. Zuvor hatten die Betreiber den Versuch unternommen, den Brennstoff Flüssiggas durch billigere Braunkohle zu ersetzen. Dagegen hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet, die vor allem auf mögliche gesundheitliche Schäden der Bevölkerung hinwies. Die Stimmung in Feldkirchen war aufgeladen, der Widerstand - angeführt von Altlandrat Manfred Nagler - erheblich.
Um die Pläne der Trocknung gab es viel Streit im Dorf
Oberhauser dankte ausdrücklich Landrat Josef Niedermaier und dem Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber, die sich für das neue Agrardienstleistungszentrum eingesetzt haben. Im Herbst soll eine Info-Veranstaltung stattfinden, in der Einzelheiten erörtert werden. In der Sitzung anwesend waren Walter Marinescu, Geschäftsführer der Trocknungsgenossenschaft, sowie Christian Stemmer, Geschäftsführer des Maschinenrings Wolfratshausen. Kurze Irritation gab es um die Frage, ob Peter Lichtenegger, Aufsichtsratsvorsitzender der Trocknungsgenossenschaft und zugleich Eglinger Gemeinderat, denn mit abstimmen darf. Am Schluss stimmte auch er mit ab – wie alle anderen für die Ausweisung des Sondergebiets.
