VonVolker Ufertingerschließen
Das Ende des Radwegs in Unterbrunn ist berüchtigt. Ab 8. Mai wird das Staatliche Bauamt Weilheim eine Querungshilfe für Radfahrer errichten.
Gauting – Der Radweg zwischen Gauting und Unterbrunn endet am östlichen Ortseingang mehr oder weniger im Nichts. Genauer: An der Querstraße am Rain, südlich der Gautinger Landstraße. Radfahrer haben nun die Wahl, links in die Querstraße am Rain einzubiegen (was die Ortskundigen meist tun) oder die Gautinger Landstraße zu queren (wozu Auswärtige neigen). Letzteres ist nicht ganz ungefährlich. Vor allem Autofahrer, die vom Rain her kommen, sehen die querenden Radfahrer erst, wenn es zu spät ist. Erschwerend kommt hinzu, dass für Autofahrer, die von Unterbrunn her kommen, die Stelle wegen der Steigung schwer einsehbar ist. Die Folge: Es passieren immer wieder Unfälle, schwere und leichte. In vielen Bürgerversammlungen war davon schon die Rede. Die Forderung war immer die gleiche: Die Stelle muss entschärft werden.
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Jetzt wird das Straßenbauamt Weilheim auf Bitten der Gemeinde Gauting aktiv und baut ab 8. Mai eine Querungshilfe für Radfahrer über die Gautinger Landstraße. „Die Baumaßnahme verbessert die Anbindung an den bestehenden Radweg“, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Darüber hinaus werden Ausbesserungen am bestehenden Geh- und Radweg vorgenommen. Die Arbeiten dauern etwa zwei Wochen, bei schlechtem Wetter könnte es sich länger hinziehen. In dieser Zeit erfolgt die Verkehrsführung halbseitig, mit Ampelregelung. „Der Radweg wird weitestgehend zur Verfügung stehen, die Fahrradfahrer müssen jedoch im Zuge der Ausbesserung am Radweg aus Platzgründen vorübergehend auf die Fahrbahn geleitet werden.“
Zwei Unfälle mit Verletzten im vorigen Jahr
Wie der Gautinger Polizeinspektionsleiter Andreas Ruch bestätigt, haben sich im vergangenen Jahr an der fraglichen Stelle zwei Unfälle ereignet. In beiden Fällen kollidierten Pedelec-Fahrer, die die Gautinger Landstraße überqueren wollten, mit Autos. Die Folgen waren jeweils Personenschäden. Mit einer Insel-Lösung sei insofern etwas gewonnen, weil den Radfahrern so das Überqueren der viel befahrenen Gautinger Landstraße erleichtert wird. Es bleibt aber dabei, dass Autos Vorfahrt haben. Die Stelle liegt im Ort, es ist also Tempo 50 erlaubt – auch wenn nach der Beobachtung vieler Anwohner die Autofahrer gern schneller dran sind. Auch die Gautinger Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger ist erleichtert, dass sich etwas tut. „Die Insel verbessert die aktuelle Verkehrssituation als Querungsmöglichkeit für Radfahrer und geschwindigkeitsreduzierendes Element am Ortseingang“, sagt sie.
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Die Querungshilfe ist von der üblichen Machart und besteht aus einer Mittelinsel sowie zwei blauen Schildern, die Autofahren anzeigen, dass sie sich rechts halten sollen. „Ziel ist es, den Radfahrern das Queren der Straße sowie das Einfädeln in den fließenden zu erleichtern“, heißt es aus dem Straßenbauamt. Für die auftreten Behinderungen bittet das Straßenbauamt Weilheim alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
