Antrag der CSU

Hotspots im Fokus: Hat München ein Müll-Problem? – „Auf prekäre Thematik aufmerksam machen“

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Leere Pizza- und Fastfood-Kartons liegen auf einer Bank neben einem übervollen Mülleimer.
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Hohenzollernplatz & Freiham: In München liegt immer mehr Müll herum, sagt die CSU. Die Stadträte haben mehrere Anträge gestellt, um dem Problem Herr zu werden.

München – Seit geraumer Zeit kämpft die CSU gegen Schmutz im öffentlichen Raum und Verwahrlosungstendenzen auf den Münchner Straßen und Plätzen. Erneut rückt der Hohenzollernplatz in den Fokus, für den die Fraktion eine bessere Reinigung, eine Taskforce und eine Prüfung von Videoüberwachung, Verhängung von Bußgeldern bei Verstößen und mehr Polizeipräsenz fordert.

Münchens Müll-Problem: In Freiham weht der Westwind Abfälle von den vielen Baustellen ins Wohngebiet

Auch in Freiham soll aufgeräumt werden: Baustellenmüll wie Verpackungen, Pappdeckel und Hausrat auf Freihams Straßen, Wegen und Spielplätzen sollen verschwinden, weitere Wertstoffcontainer aufgestellt und die Mülleimer „krähensicher“ gemacht werden. Und am U-Bahnhof Feldmoching sollen Schilder auf die öffentliche Toilette im Sperrengeschoss hinweisen.
 
Zuletzt hatte die Fraktion im November im Stadtrat darauf aufmerksam gemacht, dass der Hohenzollernplatz aufgrund von Alkoholexzessen, Drogenkonsum und zunehmender Verschmutzung zu kippen drohe. Am 14. März sei dort nun erneut eine erhebliche Vermüllung auf, die sich entlang der Hohenzollernstraße bis zur Leopold- und Ainmillerstraße fortsetze.

Hohenzollernplatz & Co.: CSU-Stadträte befürchten eine Negativspirale, wenn nichts unternommen wird

Die CSU fürchtet dort nicht nur eine zunehmende Beeinträchtigung des öffentlichen Raums und damit des subjektiven Sicherheitsempfindens der Menschen, sondern auch das sogenannte „Littering“: Bereits herumliegender Müll verleite Passanten dazu, weiteren Müll achtlos auf Wege und Plätze zu werfen, wodurch eine Negativspirale der weiteren Vermüllung in Gang komme. Auch dem will die Fraktion durch ihre Forderungen, verstärkt den Kommunalen Außendienst (KAD) und das Allparteiliche Konfliktmanagement (AKIM) in dem Bereich einzusetzen, entgegenwirken.

In Freiham trage zudem starker Westwind Müll oft von den Baustellen in die Wohnviertel, Krähen pickten Lebensmittelreste aus den Müllbehältern. Hausmüll liege herum. Auch dort will die Fraktion Gegenmaßnahmen vornehmen lassen, unter anderem durch mehr Wertstoffcontainer, „krähensichere“ Mülleimer und Hinweise an Baufirmen, Verpackungsmüll so zu entsorgen, dass er nicht in die Wohnviertel getragen werden.

Hat München ein Müll-Problem? CSU will mit Initiative auf die prekäre Thematik aufmerksam machen

Überdies soll an der U-Bahn in Feldmoching eine Beschilderung zur öffentlichen Toilette im U-Bahn-Sperrengeschoss erfolgen, damit auch die Personen, die den Bus nutzen, auf die Toiletten hingewiesen werden.
                                                  
„Die Münchner Sicherheit und Ordnung muss sowohl durch präventive als auch restriktive Maßnahmen gewährleistet sein“, sagt CSU-Vize Evelyne Menges. Für das Zusammenleben in der Stadt sei beides essenziell und daher eine der wichtigsten Aufgaben von Stadtverwaltung und Oberbürgermeister. „Mit unserer Initiative wollen wir noch einmal mit dem erforderlichen Nachdruck auf diese prekäre Thematik aufmerksam machen und einer Verschlechterung vor Ort aktiv entgegenwirken. München ist die sicherste deutsche Großstadt und lebenswert. Das soll auch so bleiben!“

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