Ministerbesuch

Zukunft made in Geretsried: Aiwanger lobt Wasserstoff-„Pioniere“ bei Tyczka

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Hoher Besuch in Geretsried: Geschäftsführer für Wasserstoff Thomas Zorn, Stadträtin Ann-Kathrin Güner, der Wirtschaftsförderer des Landkreises Andreas Ross, Frederick Tyczka-Christoph, Freie-Wähler-Fraktionssprecher Florian Streibl, Tyczka-Geschäftsführer Dr. Frank Götzelmann, Wirtschaftsminister Huber Aiwanger, Marketingchef Ulrich Hanke und Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank.
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Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger besucht die Tyczka-Unternehmensgruppe. Sie baut einen neuen Geschäftszweig auf: Wasserstoff - die Energiequelle der Zukunft.

Geretsried – Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten Energiequellen der Zukunft. In Geretsried ist das nichts völlig Neues: Die Firma Tyczka hat dazu einen eigenen Geschäftszweig geschaffen: Seit 2021 baut das Unternehmen die Tyczka Hydrogen GmbH auf. Die Firma beteiligt sich unter anderem an der ersten Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in Südbayern und baut eine öffentliche Wasserstoff-Tankstelle für Güterverkehr in Augsburg. Unterstützt wird dieses Projekt mit zwei Millionen Euro durch ein Landesförderprogramm des Wirtschaftsministeriums.

Zukunft made in Geretsried: Aiwanger lobt Wasserstoff-„Pioniere“ bei Tyczka

Dessen Chef, Hubert Aiwanger, ist einer der größten Wasserstoff-Fans des Freistaats. Der Wirtschafts- und Energieminister machte das bei seinem Besuch am Donnerstagnachmittag beim Geretsrieder Unternehmen deutlich. „Sie sind Pioniere“, lobte er. Tyczka – gegründet im Jahr 1924 – sei ein Beispiel für Traditionsbetriebe, die sich weiterentwickeln und in die Zukunft denken.

Wasserstoff ist Energiequelle der Zukunft: Hubert Aiwanger besucht Tyczka

Wie Dr. Frank Götzelmann erklärte, stamme das Geretsrieder Traditionsunternehmen „aus der alten Energiewelt“. Aber: „Wir wollen in die neue Energiewelt.“ Das betonte auch Thomas Zorn, Chef des Hydrogen-Geschäftszweigs Tyczkas. „Wasserstoff ist die Zukunft der Firma“, sei eine Überzeugung, die inzwischen fest verankert sei.

Aiwanger erklärte, dass er Wert darauf lege, dass auch regional, sprich in Bayern, Wasserstoff erzeugt und vermarktet wird. „Es braucht dafür Praktiker, um die Theorie umzusetzen“, sagte er. Und die zeigen sollen: „Wir können Wasserstoff erzeugen, händeln und einsetzen.“

Tanken mit Wasserstoff: Noch vor allem für LKWs interessant

Tyczka beliefert bereits Unternehmen mit Wasserstoff. Ausbauen möchte die Firma das Thema Mobilität, wie Götzelmann erklärte. Zu Beginn vor allem im Güterverkehr. „Es gibt noch nicht viele passende Automodelle und ein Lkw verbraucht viel mehr Treibstoff als ein Auto“, erklärte er, während Aiwanger zusammen mit dem Freie--Wähler-Fraktionschef Florian Streibl ein Modell für das geplante Güterverkehrszentrum begutachtete. Langfristig sei auch das Thema Wärme durch Wasserstoff interessant, „aber wir sind noch nicht so euphorisch, dass das so schnell geht“, meinte er auf Nachfrage Aiwangers.

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Der Minister erneuerte am Donnerstag seine Forderung an die Bundespolitik, bereits bestehende Erdgasleitungen umzuwidmen und so eine bundesweite Versorgung mit Wasserstoff aufzubauen. Die Alternative – ein neues, staatliches H2-Netz – sei „eine Utopie“. DOMINIK STALLEIN

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