In der Nähe des Dietlhofer Sees

Weilheim: Pläne für Heizkraftwerk am Stadtrand werden konkret

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Auf diesem früheren Gärtnerei-Areal wollen die Stadtwerke eine Energiezentrale bauen. Unten die Straße Kranlöchl, oben der Feldweg, der an der Tennisanlage vorbeiführt.
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Für die Errichtung einer Heizzentrale zwischen Narbonner Ring und Dietlhofer See liegt der erste Bebauungsplan-Entwurf vor. Diese Woche will der Stadtrat das Projekt der Stadtwerke auf den Weg bringen. Knackpunkt ist die Zufahrt für die Lkws.

Weilheim – Es ist ein wesentlicher Baustein für den Aufbau eines Fernwärmenetzes in Weilheim: Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei am Kranlöchl zwischen Tennishalle und Gut Dietlhofen wollen die Stadtwerke eine Biomasse-Heizzentrale bauen – eines von drei Kraftwerken, die Weilheim irgendwann mit ökologisch erzeugter Energie beheizen sollen (wir berichteten). Vergangenen November hatte der Stadtrat diesen Bau bereits grundsätzlich befürwortet. Dabei war von „einem der wichtigsten Zukunftsprojekte für unsere Stadt“ die Rede.

Entwurf ist „noch etwas ergänzungsbedürftig“

Jetzt liegt ein erster Entwurf für den Bebauungsplan „Energiezentrale Kranlöchl“ vor. Die Änderung des Flächennutzungsplans, die für die Schaffung des Baurechts nötig ist, soll der Stadtrat in seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Donnerstag, 28. Juli, fix machen. Der Bebauungsplan selbst wird voraussichtlich im September beschlossen. Bis dahin sind noch weitere Details mit den Stadtwerken zu klären.

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Manfred Stork, Leiter der städtischen Bauverwaltung, sagte bei der Vorberatung im Bauausschuss, dass der eingereichte Entwurf „noch etwas ergänzungsbedürftig“ sei – etwa in puncto „Eingrünung“. Er warb dafür, das Verfahren als „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ durchzuführen, abgestellt auf die konkrete Nutzung als Energiezentrale. Auf diese Weise wisse man „von vornherein über das Vorhaben Bescheid“, erklärte Stork: „Es ist ja doch ein bisschen ein sensibler Bereich, auch viele Spaziergänger sind dort unterwegs.“

„Ein bisschen ein sensibler Bereich“

„Die Spaziergänger werden durch die Heizzentrale nicht gestört“, betonte BfW-Fraktionssprecherin Brigitte Holeczek und erinnerte daran, dass sich der Stadtrat bereits „klar für dieses Projekt ausgesprochen“ habe. Auch die CSU ließ im Bauausschuss keinen Zweifel an der Unterstützung aufkommen. Das größte Problem an der Sache sei die Zu- und Anfahrtssituation, konstatierte Klaus Gast; doch das sei in den Griff zu kriegen.

Täglich drei Lkws mit „Holzhackgut“

Für die Belieferung der Heizzentrale mit „Holzhackgut“, das vor allem aus heimischen Wäldern kommen soll, ist laut Stadtwerke-Vorstand Peter Müller von drei Lkw-Fahrten täglich auszugehen. Der Hintransport, so hieß es im Bauausschuss, ist über den schmalen, bisher nicht ausgebauten Feldweg auf der Ostseite des Areals geplant – also jenen Weg, der direkt am Skaterplatz und an der Tennisanlage vorbeiführt. Der Abtransport der Asche, für den es weniger große Fahrzeuge braucht, soll am Kranlöchl erfolgen – das ist die kleine Straße, die vom Narbonner Ring zum Gut Dietlhofen führt.

Der Bauausschuss sprach sich einstimmig sowohl für die vorgeschlagene Änderung des Flächennutzungsplans als auch für die Aufstellung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ aus.

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