Nahe der Donnersbergerbrücke

Trotz Entwarnung nach Kampfmittelverdacht: Massive Einschränkungen auf der Stammstrecke am Samstag

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Bei dem an der Stammstrecke gefundenen Metallgegenstand handelt es sich nicht um eine Weltkriegsbombe. Eine Entschärfung ist nicht notwendig.

  • Bei Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke ist laut der Stadt München am Dienstag (4. Juni) nahe der Donnersbergerbrücke ein verdächtiger Metallgegenstand entdeckt worden.
  • Am Freitag (7. Juni) gab die Feuerwehr Entwarnung.
  • Die Münchner S-Bahn fährt trotzdem am Samstag (8. Juni) einen Sonderfahrplan, bei dem viele Fahrten ausfallen.

Update vom 7. Juni, 11:53 Uhr: Trotz der Entwarnung nach dem Kampfmittelverdacht an der Donnersbergerbrücke müssen sich Bahnreisende am Samstag (8. Juni) auf deutliche Einschränkungen bei der Münchner S-Bahn einstellen. Der von der Bahn angekündigte Sonderfahrplan auf der Stammstrecke bleibt weiter bestehen. Grund dafür sei laut Bahn das komplexe System der S-Bahn in der bayerischen Landeshauptstadt. Am Samstag kommt es dann zu folgenden Einschränkungen bei der Münchner S-Bahn:

  • Von 10 bis 18 Uhr fahren auf der gesamten Stammstrecke sowie bis Moosach, Allach und Siemenswerke keine S-Bahnen.
  • Auf den westlichen S-Bahn-Ästen fahren die Züge nur alle 20 bis 60 Minuten.
  • Im Osten der Stadt fahren die Bahnen bis zum Ostbahnhof, beziehungsweise bis Giesing, nach Plan.
  • Im Bereich zwischen Ostbahnhof und Pasing fährt einzig die S8 ohne Zwischenhalt über den Südring, wegen Bauarbeiten allerdings nur bis circa 14 Uhr.
  • Zwischen Pasing und Laimer Platz sollen Ersatzbusse im 10-Minuten-Takt fahren, zwischen Allach, Untermenzing und Moosach alle 20 Minuten. 

Darüber hinaus wolle die Bahn „alles daran“ setzen, einzelne zusätzliche Fahrten auf der Stammstrecke und in den Außenbereichen des Münchner S-Bahn-Netzes anzubieten. Der Regional- und Fernverkehr ist von den Einschränkungen nicht betroffen.

Kampfmittelverdacht an Stammstrecke nicht bestätigt: Feuerwehr gibt Entwarnung

Update vom 7. Juni, 11:20 Uhr: Im Fall des Kampfmittelverdachts an der Donnersbergerbrücke hat die Feuerwehr München Entwarnung gegeben. „Der bei Sondierungsarbeiten detektierte Metallgegenstand im Baustellenbereich der zweiten Stammstrecke ist glücklicherweise kein Kampfmittel“, teilte die Feuerwehr am Freitagvormittag mit. „Bei dem Objekt handelt es sich um lediglich um tief vergrabenen Metallschrott. Dieser ähnelt in Form und Größe einer Fliegerbombe.“

Damit ist klar, dass es am Samstag (8. Juni) zu keiner Bombenentschärfung an der Stammstrecke kommen wird. Die für dieses Szenario entwickelten Pläne könnten allerdings bei einem tatsächlichen Bombenfund in Zukunft „jederzeit aus der Schublade gezogen werden“, erklärte die Feuerwehr. Ob der von der Bahn angekündigte Sonderfahrplan der Münchner S-Bahn für Samstag bestehen bleibt, ist derzeit noch unklar.

Kampfmittelverdacht an der Stammstrecke: Notfahrplan in München verkündet

Update vom 5. Juni, 17 Uhr: Nach dem Kampfmittelverdacht nahe der Donnersbergerbrücke hat die Deutsche Bahn Vorkehrungsmaßnahmen für die mögliche Bombenentschärfung am Samstag (8. Juni) getroffen. Für die Münchner S-Bahn wird es am Samstag in jedem Falle einen Sonderfahrplan geben – unabhängig davon, ob es sich bei dem 3,5 Meter tiefe gefundenen Metallgegenstand um eine Weltkriegsbombe handelt oder nicht. Im Falle einer Entschärfung wären auch der Regional- und Fernverkehr der Bahn betroffen. Hier kommen die Einschränkungen bei der Bahn im Raum München für Samstag en détail:

Sollte es am Samstag an der Stammstrecke zu einer Bombenentschärfung kommen, drohen auch im Regional- und Fernverkehr bei der Bahn Einschränkungen (Symbolbilder).

Mögliche Bombenentschärfung an der Stammstrecke: S-Bahn mit Sonderfahrplan

Für die S-Bahnen auf der Stammstrecke sollen am Samstag aufgrund der Komplexität des Systems S-Bahn München in jedem Fall folgende Einschränkungen gelten:

  • Von 10 bis 18 Uhr fahren auf der gesamten Stammstrecke sowie bis Moosach, Allach und Siemenswerke keine S-Bahnen.
  • Auf den westlichen S-Bahn-Ästen fahren die Züge nur alle 20 bis 60 Minuten.
  • Im Osten der Stadt fahren die Bahnen bis zum Ostbahnhof, beziehungsweise bis Giesing, nach Plan.
  • Im Bereich zwischen Ostbahnhof und Pasing fährt einzig die S8 ohne Zwischenhalt über den Südring, wegen Bauarbeiten allerdings nur bis circa 14 Uhr.
  • Zwischen Pasing und Laimer Platz sollen Ersatzbusse im 10-Minuten-Takt fahren, zwischen Allach, Untermenzing und Moosach alle 20 Minuten. 

Sollte keine Entschärfung notwendig sein, würde die Bahn aber am Samstag „alles daran“ setzen, einzelne zusätzliche Fahrten auf der Stammstrecke und in den Außenbereichen anzubieten.

Kampfmittelverdacht nahe der Donnersbergerbrücke: Einschränkungen beim Fernverkehr drohen

Sollte eine Weltkriegsbombe bei den Sondierungsarbeiten am Freitag (6. Juni) gefunden werden, würde es im Zuge der dann für Samstag geplanten Entschärfung zu folgenden Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr der Bahn kommen:

  • Sämtliche Züge, die normalerweise von und nach München verkehren, würden im Zeitraum der Entschärfung den Münchner Hauptbahnhof nicht anfahren.
  • Etwaige Verbindungen sollen an verschiedenen Bahnhöfen in München und dem weiteren Umland enden.
  • Auch in anderen Teilen Bayerns könnte es zu Einschränkungen kommen, weil dort weniger Züge fahren können. Grund dafür ist, dass die DB ihre Betriebszentrale für die Entschärfung räumen müsste.

Ob es sich bei dem am Dienstag (4. Juni) während Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke gefundenen Metallgegenstand tatsächlich um eine Bombe handelt, bleibt bis Freitag abzuwarten.

Kampfmittelverdacht an der Stammstrecke – Mögliche Entschärfung am Samstag

Erstmeldung vom 4. Juni, 17:32: München – In der Münchner Innenstadt gibt es nahe der Donnersbergerbrücke einen Kampfmittelverdacht. Bei Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke wurde laut der Stadt München ein verdächtiger Metallgegenstand entdeckt worden. Dieser befinde sich in 3,5 Metern Tiefe. Derzeit geht von dem Gegenstand laut Stadt keine Gefahr aus. Am Freitag (7. Juni) soll der Gegenstand freigelegt und anschließend vom Kampfmittelräumdienst begutachtet werden. Sollte es sich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, müsste dieser am Wochenende entschärft werden. Dann könnte es zu Einschränkungen für Anwohner und im ÖPNV kommen.

Verdächtiger Metallgegenstand westlich der Donnersbergerbrücke – Details noch unklar

Sollte sich der Kampfmittelverdacht bestätigen, käme es auch bei der Münchner S-Bahn zu Einschränkungen am Samstag (Symbolbilder/ID-ZR-Lokales-Montage).

Sollte es sich bei dem gefundenen Metallgegenstand westlich der Donnersbergerbrücke tatsächlich um eine Weltkriegsbombe handeln, soll diese laut der Stadt München am Samstag (8. Juni) entschärft werden. „Dieser Termin wurde so gewählt, damit die Einschränkungen für die Bevölkerung möglichst gering gehalten werden können“, erklärte die Stadt in einer Mitteilung.

Im Falle einer Bombe könnten die Sperrbereiche je nach Art des Kampfmittels unterschiedlich groß ausfallen. Möglich seien in diesem Fall Sperrbereiche von 300, 500 oder 700 Meter um die Fundstelle, so die Stadt. Auf der Homepage der Stadt können Bürger bereits jetzt die möglichen Sperrbereiche einsehen.

„Befindet sich Ihre Wohnung oder Ihr Arbeitsplatz innerhalb der farbig markierten Bereiche, sind Sie von der Evakuierung betroffen“, erklärt die Stadt. Zudem sind Listen der möglichen betroffenen Straßen einsehbar. Von Mittwoch (5. Juni) bis Samstag (8. Juni) ist von 8 bis 20 Uhr auch das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 089/ 2353 55555 erreichbar.

Kampfmittelverdacht in München-Neuhausen: Mögliche Evakuierung beginnt Samstagfrüh

Sollte es tatsächlich zu einer Bombenentschärfung in Neuhausen-Nymphenburg kommen, müssen Menschen laut Stadt den Sperrbereich bis spätestens Samstag um 9 Uhr verlassen haben. Betroffene sollen dazu bis 9 Uhr den ÖPNV nutzen. Taxis dürfen den Sperrbereich ab 9 Uhr ebenfalls nicht mehr anfahren. Während einer möglichen Entschärfung stehen Betroffenen laut Stadt folgende Betreuungsstellen zur Verfügung:

  • Wittelsbacher Gymnasium, Marsplatz 1
  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Nibelungenstraße 51a

Die MVG richtet zudem eine Ringlinie von den üblichen Bushaltestellen zu den Betreuungsstellen ein. Menschen, die einen Kranken- oder Behindertentransport benötigen, können sich bis Samstag 8:30 Uhr an die Nummer 089-19222 wenden.

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Mögliche Bombenentschärfung an der Stammstrecke: Massive Verkehrsbehinderungen möglich

Auch im Verkehr ist im Falle einer Bombenentschärfung mit Einschränkungen zu rechnen. „Da für die Entschärfung auch der Mittlere Ring für den Verkehr gesperrt werden muss, ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Bitte umfahren Sie das Gebiet weiträumig!“, teilte die Stadt München mit.

Auch der S-Bahn-Verkehr auf der Stammstrecke wäre betroffen. Die Deutsche Bahn rechnet bei einer möglichen Bombenentschärfung ab 10 Uhr am Samstag mit Einschränkungen und teilt mit: „Die S-Bahn München fährt dann mit einem Sonderfahrplan. Bitte informieren Sie sich am Freitagabend, 7. Juni ab 20 Uhr, sowie kurz vor Beginn Ihrer Fahrt über die aktuelle Situation auf www.bahn.de und www.s-bahn-muenchen.de/aktuell.“

Betroffen wären alle Linien, die an der Donnersbergerbrücke über die Stammstrecke fahren. Dazu zählen unter anderem die S1 und die S7. Erst im April war die Stammstrecke wegen einer defekten Weiche an der Hackerbrücke fast einen Tag lang gesperrt. Die Feuerwehr gab sich indes optimistisch. „Mit viel Glück handelt es sich nur um einen harmlosen Metallgegenstand und eine Entschärfung bzw. Evakuierung wird gar nicht erst notwendig“, sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber der dpa. (jr mit dpa)

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Imago & Wolfgang Maria Weber/Imago

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