Verhandlungen mit Investoren laufen noch

Wellenberg: Am Pfingstsamstag startet der Freibadbetrieb - Wassertemperatur verspricht Erfrischung

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Öffnet am Pfingstsamstag: der Freibadebereich im Wellenberg.
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Nach der Schließung im Herbst 2022 öffnet der Wellenberg nun wieder sein Tür. Allerdings nur die für den Außenbereich. Der Freibadbetrieb startet am Pfingstsamstag.

Oberammergau – Zugegeben: Allzu einladend kommt das Außenbecken im Freibad des Wellenberg noch nicht daher. Die Wassertemperatur beträgt gerade einmal 14 Grad. „Warm ist das nicht“, räumte Oberammergaus Bürgermeister Andreas Rödl (CSU) ein. Doch der Rathauschef hat auch den Wetterbericht für Pfingsten studiert. Die Aussichten: sonnig, um die 20 Grad.

Das weckte bei den Verantwortlichen der Gemeinde Optimismus. Warum also das Freibad nicht trotz der bisher kalten Wassertemperaturen zu Pfingsten öffnen, dachte sich die Verwaltung. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag in seiner Sitzung einstimmig zu. An diesem Samstag startet der Wellenberg in seinen Freibadbetrieb – etwa acht Monate nach Schließung des Gebäudes mit Innenleben.

Noch kein Kiosk-Personal

„Das Bad ist für die Freibadsaison hergerichtet“, erklärte Christian Ostler, Geschäftsleiter im Rathaus. Wenngleich es sich als Herausforderung gestaltete, Personal zu finden. „Das war schon sehr schwierig“, betonte Rödl. Aufsichtspersonal ist ausreichend eingestellt. Allerdings fehlt an der Kasse eine geringfügig beschäftigte Kraft. „Auch für den Kiosk haben wir niemanden“, sagte der Rathauschef. Zudem fehlt es im Kioskbereich an Infrastruktur, um einen Betrieb aufzunehmen. „Wir werden versuchen, Eis, Getränke und so weiter mittels Automaten zu Verfügung zu stellen.“

Grundsätzlich herrschte im Gemeinderat Konsens, jetzt aufzumachen. Zumal alle umliegenden Freibäder auch planen, zu Pfingsten in die Sommersaison zu starten. Ludwig Utschneider (PWG) wunderte sich, warum die Rathausverwaltung das Gremium mit in die Entscheidung zur Öffnung einbezog. „Ihr als Gemeinde habt die Verantwortung, ihr müsst nur handeln.“ Zudem spielte er noch einmal auf die kalten Wassertemperaturen an. „Ich dachte, das neue Konzept für den Wellenberg sieht vor, dass wir aufmachen, wenn es warm genug ist, sodass wir nicht heizen müssen.“

Nächste Baustelle steht bevor

Tatsächlich ist vorgesehen, das Sportbecken ausschließlich mit der Solaranlage zu erwärmen. Die technische Anlage des Bades ist stillgelegt. Mit Öl und Gas zu heizen, wäre theoretisch möglich, aber ein zu hoher Aufwand und – wie Rödl sagte – weder zeitgemäß noch energetisch nachhaltig. Der Bürgermeister zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich das Wasser schnell erwärmt. Dank der Solaranlage. „Und wenn es die nächsten Tage durchgehend 20 Grad hat, kommen wir auf jeden Fall schnell auf eine Wassertemperatur von 18 Grad.“

Der Freibadbetrieb im Wellenberg startet also planmäßig. Doch die Anlage bleibt für die Gemeinde eine „Dauerbaustelle“, verdeutlichte Rödl. Nach der Saison geht der Techniker in Rente. Fürs kommende Jahr muss ein Nachfolger gefunden werden. „Ohne Techniker können wir keinen Betrieb aufrechthalten“, unterstreicht der Rathauschef. „Das wird die nächste Hürde.“

Zudem steht die Entscheidung aus, wie es mit dem Areal im Großen und Ganzen weitergeht. Die Gemeinde befindet sich in der Endphase der Verhandlungen mit Investoren. „Es ist gut, dass wir mehr als einen Interessenten haben“, betont Rödl auf Tagblatt-Nachfrage, stellt aber auch klar, dass eben noch nichts in trockenen Tüchern ist. „Zum Schluss der Verhandlungen“, sagt er, „kommen immer noch die heißen Themen auf den Tisch.“

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