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Streiks im Münchner Nahverkehr: U-Bahn bleibt außer Betrieb – das müssen Fahrgäste wissen

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Die Gewerkschaft Verdi ruft zu ganztägigen Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet auf. Auch in München drohen massive Ausfälle.

Update, 13 Uhr: Größtenteils Stillstand ist am Montag im Nahverkehr in München zu erwarten. Der von Verdi angekündigte Streik wird erhebliche Auswirkungen auf U-Bahnen, Trambahnen und Busse haben. Lediglich die S-Bahn ist von dem Warnstreik nicht betroffen. Wie die MVG berichtet, wird der U-Bahnverkehr zunächst aus Sicherheitsgründen gänzlich eingestellt. Ob sie überhaupt fahren könne, sei davon abhängig ob genug Personal in der Leitstelle zur Verfügung stehe, so die Information. „Außerdem braucht es genug Fahrpersonal, um zumindest eine Linie in Betrieb nehmen zu können.“ Selbes gelte für Straßenbahnen.

U-Bahnverkehr wird aus Sicherheitsgründen eingestellt

Bei den Bussen werde wohl ein stark eingeschränkter Betrieb möglich sein – da die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Es sei allerdings davon auszugehen, dass die Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann.

Informieren können sich die Fahrgäste unter „Aktuelle Störungen“ auf mvg.de oder unter „Störungen“ in der MVG-App. Die aktuelle Verbindungsabfrage auf mvg.de und in der App MVGO zeigt mit farbiger Uhrzeit an, welche Züge und Busse auch im Streikfall fahren. Zudem gilt: Grün heißt pünktlich, rot verspätet, schwarz bedeutet, dass kein Fahrzeug im Einsatz ist. Fahrgäste sollten außerdem darauf achten, dass bei einer Verbindungssuche vorab nicht sicher ist, dass die gewählte Linie später auch tatsächlich fährt. „Ob, wo und wie viele Fahrzeuge im Einsatz sind, ändert sich im Laufe des Tages.“

Warnstreik in München: Nahverkehr wird zu großen Teilen lahmgelegt

Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit zu Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen – auch München wird massiv betroffen sein (Archivbilder).

Update, 10.30 Uhr: Am Montag (2. Februar) wird in München der öffentliche Nahverkehr bestreikt: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erwartete bei Bussen einen stark eingeschränkten Betrieb. Genauer bleibe die U-Bahn aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob später zumindest eine Linie fahren könne, hänge davon ab, ob genug Personal den Dienst antrete. Ähnlich sei die Situation bei der Tram. 

Erstmeldung vom 30 Januar, 9.45 Uhr: München – Wer am Montag (2. Februar) in München mit Bussen und Bahnen unterwegs sein wird, der wird mit Problemen rechnen müssen. Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit zu Warnstreiks der kommunalen Nahverkehrsunternehmen aufgerufen – auch München ist betroffen. Verdi hatte bereits nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde mit „massiven Warnstreiks“ im Freistaat bis zur nächsten Runde am 13. Februar gedroht – aber zunächst kein konkretes Datum dafür genannt. 

Warnstreiks im Nahverkehr am Montag – München betroffen

Betroffen sein von der ganztägigen Aktion können demnach alle Verkehrsunternehmen sein, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Anwendung findet. Insbesondere in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt ist mit „erheblichen Auswirkungen“ zu rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung. S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.

Mit dem Streik wolle die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeber machen. Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. „Mit der Anhebung der Löhne würden Differenzen im Lohngefüge beglichen werden: Zum einen die, die innerhalb des Personals in den Werkstätten der Stadtwerkekonzerne besteht. Zum anderen könnten die Einstiegsgehälter im Fahrdienst in Bayern zu denen in Baden-Württemberg aufschließen.“ Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und die Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden würden zudem der hohen Belastung im Schichtbetrieb entgegenwirken und wären ein wichtiges Element im Rahmen des Gesundheitsschutzes.

Von München in die weite Welt: Diese Urlaubs-Destinationen erreicht man mit dem Direktzug

Railjet Eisenbahn Passagierzug der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB auf der Arlbergbahn im Herbst in den Alpen in Braz, Österreich
Los geht die Reise mit dem Zug nach Italien. Hier werden traumhafte Urlaubsziele mit Direktverbindungen aus München angefahren, während allein die Strecke durch die Berge schon ein echter Hingucker ist. © IMAGO/Markus Mainka
Bozen
Hier trifft Italienisch auf Deutsch, Wein auf Wandern: Bozen im Südtirol ist weniger als vier Stunden von München entfernt. Umsteigen ist nicht nötig. Sehenswerte Zwischenhalte sind auch Innsbruck und Brixen. © IMAGO/Ulrich Wagner
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Eines der berühmtesten Wahrzeichen im Shakespeare-Universum: der Balkon, auf dem Romeo um Julia geworben haben soll. Der Schauplatz der Liebesgeschichte befindet sich im italienischen Verona, das mit dem Zug nur 5.28 Stunden von München entfernt ist. © IMAGO/xmvdberkx
Gondel auf den Kanälen von Venedig.
Die Liste an italienischen Traumzielen, die mit dem Zug direkt aus München erreichbar sind, ist lang. Auch Venedig ist enthalten: Der schnellste Zug erreicht „La Serenissima“ in weniger als sieben Stunden. © IMAGO/snapshot-photography/K.M.Krause
Bologna in Italien
9.33, 13.33, 15.33 Uhr – zu all diesen Zeiten fahren Züge in München ab, die etwa sechseinhalb Stunden später in einer großen italienischen Universitätsstadt ankommen.  © IMAGO/Paul-Philipp Braun
Luftaufnahme der Stadt Bologna, Italien *** Aerial view the City Bologna, Italy 1129211450
Genauer handelt es sich um Italiens siebtgrößte Stadt Bologna in der Region Emilia-Romagna. Fun-Fact: Bologna ist die Heimat der Tortellini. © IMAGO/Claudio Divizia
Beautiful sunrise with sun reflection on cesenatio riccione rimini beach with open umbrellas. High q
Wer sich in München morgens in den Zug setzt, kann den Sonnenuntergang schon am Mittelmeer bestaunen. Täglich fährt ein Railjet der ÖBB, der um 17.30 Uhr in Rimini in Italien ankommt. © Copyright: xserraiocco.tino.gmai
View of Teatro Amintore Galli and Palazzo del Podesta in Piazza Cavour in Rimini, Rimini, Emilia-Romagna, Italy, Europe
Rimini ist vor allem für Party- und Bade-Spaß bekannt, doch eine schöne Altstadt gibt es trotzdem.  © IMAGO/robertharding
Kolosseum antikes Amphitheater bei Nacht in Rom, Italien
Kolosseum und Trevi-Brunnen, Pizza und Pasta: Zum Glück muss sich man sich dafür nur an den Münchner Hauptbahnhof begeben und in den Direktzug nach Rom steigen.  © IMAGO/Zoonar.com/Markus Mainka
Spanische Treppe, Piazza di Spagna, Rom, Italien, Europa, Barcaccia Brunnen, Sommer, Touristen, Reisen, Stadtkultur, Sta
Aufgrund von Bauarbeiten fiel der ÖBB Nightjet von November 2024 bis Juli 2025 aus – ab dann befährt er die weite Strecke jedoch täglich. Ab Ende 2026 sollen auch italienische Schnellzüge von Rom bis in die Landeshauptstadt fahren. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Emden. 11 JUN 2021. In der Bahn zwischen Emden und Norddeich-Mole. Hochgeschwindigkeitsblicke auf die ostfriesische Tief
Jetzt geht‘s in Richtung der südlichen Nachbarn Bayerns: die besten Direktverbindungen von München in die Schweiz und nach Österreich. © IMAGO/Priller&MAUG
View of the historic city center of Zurich with famous Fraumunster Church and river Limmat , 30495152.jpg, zurich, landm
430.000 Einwohner, direkt am See und das Finanzzentrum des Landes: Das ist Zürich. Mit dem Zug ist die größte Stadt der Schweiz nur vier Stunden von München entfernt. © IMAGO/travnikovstudio
Basler Münster, Schweiz Basler Münster, Schweiz Copyright: xZoonar.com/Falkex 21712708
Weniger als fünf Stunden braucht der ICE von München nach Basel - die Fahrt könnte auch kürzer dauern, müsste man nicht um den gesamten Schwarzwald herum fahren.  © IMAGO/Zoonar.com/Falke
Rathaus bei Sonnenlicht und klarem Himmel in Basel, Schweiz, Europa *** City Hall at Sunlight and clear Sky in Basel, Sw
Dafür gibt es auf dem Weg nach Basel in der Schweiz schöne Ausblicke sowie die Möglichkeit, einen Zwischenstopp in Freiburg einzulegen. © IMAGO/imageBROKER/Mats Silvan
WIEN, ÖSTERREICH 28. AUGUST: Touristen in einer Pferdekutsche namens Fiaker vor der kaiserlichen Hofburg in Wien, Österr
Vier Stunden liegt Wien, die Stadt der Kaffeehäuser und Musikhauptstadt der Welt, von München entfernt. Direktverbindungen gibt es täglich einige. Tatsächlich dauert die Anreise in die österreichische Hauptstadt mit dem Auto sogar länger. © IMAGO/imageBROKER/manfredxy
Amsterdam, Netherlands. September 6, 2023. The Central Station in Amsterdam. Amsterdam, Netherlands. September 6, 2023.
Allein der Bahnhof in Amsterdam ist schon einen Besuch wert: Praktisch, dass hier gleich zwei Direktverbindungen täglich aus München ankommen. © IMAGO/Zoonar.com/Bert De Boer
World amsterdam
Sowohl ein ICE am Nachmittag sowie ein Nightjet bringen die Münchner in die Niederländische Hauptstadt. Diese ist vor allem für ihre schmalen Häuser mit Giebelfassaden sowie die Kanäle bekannt. © IMAGO/Loop Images/Jason Wells
Brüsseler Altstadt, Region Brüssel Hauptstadt, Belgien, 04.09.2020 Ein paar Leute auf dem Brüsseler Grand Place, dem Hau
Ohne Umsteigen und mit nur vier Zwischenhalten fährt ein Nightjet vom Münchner Ostbahnhof nach Brüssel. Gegen zehn Uhr morgens erreicht man die belgische Hauptstadt mit genügend Schlafenszeit. © IMAGO/imageBROKER/Werner Lerooy
Parlamentsgebäude von Budapest an der Donau Parlamentsgebäude von Budapest an der Donau Copyright: xZoonar.com/Zoonar.co
Mehrmals täglich fährt ein Railjet Xpress von München nach Budapest. In knapp sieben Stunden ist man in der Millionenstadt an der Donau. © IMAGO/Zoonar
Grosse Markthalle Budapest Ungarn Grosse Markthalle Budapest Ungarn
Hat Ähnlichkeiten mit einer großen Bahnhofshalle: die Große Markthalle in Ungarns Hauptstadt Budapest. Als zentraler Einkaufsplatz ist die Halle ein von Einheimischen und Touristen vielbesuchter Ort. ©  IMAGO / Schöning
Art Nouveau Hall At Prague Central Station
In 5,38 Stunden schafft es der RE25 von München bis nach Prag. Die Direktverbindung in die tschechische Hauptstadt fährt mehrmals täglich. Angekommen, bekommt man mit der Bahnhofshalle ein beeindruckendes Gebäude im Jugendstil zu Gesicht. © IMAGO/Michael Nguyen
Sunset In Prague
Highlights der Prager Altstadt, die seit 1992 als UNESCO Welterbestätte anerkannt ist, sind etwa die Prager Burg, die Karlsbrücke oder die mittelalterliche Rathausuhr. © IMAGO/Michael Nguyen
Croatian National Theater in Zagreb. The Croatian National Theater in Zagreb, commonly referred to a
Abends in München einschlafen, morgens in Kroatien aufwachen: Mit dem Nachtzug, der von der Österreichischen Bundesbahn betrieben wird (ÖBB), geht es in unter zwölf Stunden nach Zagreb. Hier zu sehen ist das Opernhaus der Hauptstadt. © IMAGO/Pond5Images
Beautiful view of Maribor city, Slovenia, at sunrise, with river and fog. Travel outdoo
Der gleiche Nightjet hält wenige Stunden zuvor im slowenischen Maribor. Hier warten neben einer schönen Altstadt auch die älteste Weinrebe der Welt sowie die umliegenden Wälder und Wasserfälle auf Besucher. © IMAGO/Pond5Images
Der Eiffelturm von einer Hochbahn der Pariser Metro in Paris aus gesehen
Mit einem Blick aus dem Zugfenster kündigt sich hier ein berühmtes Wahrzeichen an, zu dem man aus München per Direktverbindung reisen kann.  © IMAGO/Zoonar.com/Jérome CORREIA
Seine River Sunset Illustrations - Paris Seine river banks during sunset in Paris, France on September 4, 2024. Photo by
Täglich macht sich ein TGV um 6.51 Uhr in der Früh los zum Eiffelturm nach Paris. Auch Nachtzüge fahren mehrmals die Woche. © IMAGO/Hubert Psaila Marie/ABACA
Quai de la Petite France mit Liebesschlössern an der l Ill in Strasbourg im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est
Falls der Weg nach Paris zu weit ist: nach knapp vier Stunden hält der gleiche Zug in Straßburgs im Elsass. Die Stadt kurz nach der deutschen Grenze ist vor allem für ihre schöne Altstadt und den Sitz des Europäischen Parlaments bekannt. © IMAGO/Hanna Wagner

Vergangene Gespräche hatten zu keiner Einigung geführt

Bereits im vergangenen Jahr fanden Gespräche zwischen der Gewerkschaft und dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) statt. Damals hatte Verdi gefordert, die Lohnsteigerungen aus dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst auf den Nahverkehr zu übertragen (Gehaltssteigerung von ca. 5,8 Prozent in zwei Schritten), um im Jahr 2026 ausschließlich über die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Verdi hatte dabei unterschiedliche Kompromisswege vorgeschlagen, die „von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt wurden“. Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen, sagt: „Die Eskalation in der Tarifrunde liegt allein in der Verantwortung der Verhandler*innen auf der Seite der Arbeitgeber*innen.“ (Quelle: Pressemitteilung Verdi, dpa), (leo)

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