Stadion wird überdacht

ESC River Rats Geretsried: Letzte Saison unter freiem Himmel

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Auf gute Zusammenarbeit: Vorsitzender Tommy Stöber (re.) mit seinem neuen Stellvertreter Peter Holdschik.

Das Eisstadion wird überdacht. Was das für die ESC River Rats bedeutet, war jüngst Thema im Verein.

Geretsried – Seit der Saison 2006/2007 muss der ESC River Rats Geretsried den Betrieb des Heinz-Schneider-Eisstadions ohne Dach stemmen. Doch ein Ende ist in Sicht: „Die Planungen für die Überdachung stehen, und die Kosten sind vom Stadtrat genehmigt. Deshalb wird die jetzige 13. Saison die letzte unter freiem Himmel sein“, kündigte Tommy Stöber bei der Hauptversammlung im Stüberl des Eisstadions an.

Der Vorsitzende des über 500 Mitglieder starken ESC holte in seinem Rechenschaftsbericht weit aus. Er sprach von der Eishockeyschule („Da wird ein Wahnsinnsjob gemacht“), über zahlreiche Erfolge, aber auch über Beitragserhöhungen: „Wir müssen schauen, dass wir überleben.“ Auch die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung/DSGVO war ein Thema, laut Stöber „ein bürokratischer Wahnsinn für die Vereine“.

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Den Kassenbericht legte Finanzvorstand Dieter Krampert vor. Demnach haben die Ausgaben in Höhe von 390 831 Euro erstmals die Einnahmen (374 220 Euro) überstiegen. „Die Kosten sind zum Großteil durch die Play-off-Spiele der 1. Mannschaft und des 1b-Teams um 17 Prozent, das heißt, 45 000 Euro stärker als erwartet gestiegen“, erklärte Krampert. „Wir konnten das jedoch aus den Rücklagen ausgleichen.“

Der ESC River Rats Geretsried ist einer der wenigen Vereine in Deutschland, die Inklusionssport anbieten. Darauf wies Thomas Ranft hin. „Dass wir so eine Abteilung besitzen, erfährt bundesweite Anerkennung“, berichtete der ESC-Präsident und langjährige Münchner Stadtrat.

Um nach der Überdachung des Stadions gewappnet zu sein, werden gemäß Jugendvorstand Thomas Gania verschiedene Arbeitsgruppen (Sport und Strategie, Marketing, IT und Infrastruktur) eingerichtet. Derzeit werden der Kabinentrakt der 1. Mannschaft und des 1b-Teams saniert. „Wir haben mit dem Stadtrat vereinbart, dass wir die Arbeiten in Eigenleistung soweit unterstützen, was von Laien durchgeführt werden kann“, erklärte Rico Lehwald vom Betreiberverein. Über das Thema Crowdfunding berichtete Krampert. Nach dem Konzept „Viele schaffen mehr“, wird angestrebt, einen Vereinsbus für den Nachwuchs anzuschaffen. gos

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