Sprecher gibt Auskunft

U-Bahn in München: MVG will zum EM-Start wieder volles Programm fahren – mit einer Ausnahme

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Menschen warten in München auf eine einfahrende U-Bahn. (Symbolbild)
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Pünktlich zum Eröffnungsspiel der Fußball-EM will die MVG bei der U-Bahn wieder das volle Programm fahren. Es gibt allerdings eine Ausnahme.

München – Die Fußball-Europameisterschaft steht unmittelbar bevor, am 14. Juni ist Anpfiff. Tausende Fans werden schon zum Fan-Fest und dem Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland erwartet. Da bereitet es dem ein oder anderen vielleicht Sorge, dass bei den U-Bahnen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) derzeit ein knappes Drittel der Züge nicht einsatzbereit ist. Kurzzüge und wenige Verstärker sind die Folge. Und die führen oftmals zu dichtem Gedränge, eine Linie wurde gar verkürzt. Kann die MVG auch EM?

U-Bahn in München: Verkehrsbetriebe halten am Ziel fest, zur EM wieder das volle Programm zu fahren

Ja, sagt Pressesprecher Maximilian Kaltner auf Anfrage unserer Redaktion. „Unser Ziel steht nach wie vor: Zum Eröffnungsspiel am 14. Juni wollen wir wieder das volle Programm fahren.“ Bis auf eine Ausnahme: Die U7 fährt noch bis Herbst verkürzt im Abschnitt Olympia Einkaufszentrum und Sendlinger Tor.

„Wir legen den Fokus voll auf die anstehenden Fußballspiele und Großveranstaltungen und haben viel unternommen“, sagt Kaltner. Sieben umgebaute Züge (B-Wagen und C1) seien mittlerweile wieder in Betrieb, weitere umgebaute Fahrzeuge im Zulauf. „Ein C2-Zug, der im Rahmen der Frontmaskensanierung aus dem Betrieb genommen wurde, ist mittlerweile wieder im Einsatz, ein weiterer wird kurzfristig in Betrieb genommen.“

Zur Fußball-EM: Münchner Verkehrsgesellschaft lässt auch wieder alte A-Wagen zum Einsatz kommen

Auch kommen wieder alte A-Wagen zum Einsatz, die eigentlich aussortiert werden sollten. „Und wir haben vier neue C2-Züge in Betrieb genommen, der nächste steht unmittelbar bevor.“ Zudem seit bereits im April vorzeitig die neue Unterflurdrehbank in Betrieb genommen worden, der Abarbeitungsstau zwischenzeitlich nahezu aufgelöst.

Die Verkehrsbetriebe hatten bei der U-Bahn zuletzt mehrere Baustellen. So wurden zwei der vier im Einsatz befindlichen U-Bahn-Generationen umgerüstet, weil ab dem Jahr 2026 sämtliche Züge Brandbekämpfungsanlagen an Bord haben müssen. Dadurch fielen die einzelnen Züge jeweils eine ganze Weile aus, außerdem gestalteten sich die komplexen Arbeiten schwieriger als erwartet. 

U-Bahn in München: Wegen diverser Ausfälle bei Fahrern und Fahrzeugen war das Programm reduziert worden

In der Folge war Personal gebunden worden, das im Tagesbetrieb fehlte, sagte U-Bahn-Chef Oliver Glaser Anfang April. Auch bei den Zügen der neusten Generation gebe es bedeutende Ausfallzeiten. „Damit ist meine Reserve bei den Fahrzeugen quasi bei null.“

MVG-Sprecher Kaltner: „Ab dieser Woche sollen wieder nach und nach Fahrzeuge in den Betrieb gehen. Dieser Kraftakt war durch eine zielorientierte und konstruktive Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörde, Industriepartnern, Gutachtern und der MVG möglich.“

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