Generalsanierung

Falkenhütte: Ab Mai geht’s an die Feinheiten

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Die Falkenhütte im Winterschlaf: Momentan ruhen die Bauarbeiten. Im Mai sollen sie aber weitergehen. Die Eröffnung ist für heuer geplant.
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Die Falkenhütte soll noch heuer wiedereröffnet werden. Allerdings gibt es noch keinen Pächter.

Lenggries/Hinterriß – Seit September 2017 wird die Falkenhütte am Fuße der Lalidererwände in der Eng generalsaniert. Nun geht es in den Endspurt. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Hütte noch heuer wiedereröffnet werden, sagt Frank Martin Siefarth, Pressesprecher der Alpenvereins-Sektionen München und Oberland. Momentan läuft per Ausschreibung die Suche nach einem Hüttenwirt.

Wie berichtet, kostet die Sanierung rund 6,4 Millionen Euro. Ziel ist es, die denkmalgeschützte Hütte auf 1848 Metern Höhe zu erhalten und für die nächsten Jahrzehnte zu wappnen. Nach dem Abschluss des Umbaus können dort bis zu 140 Personen übernachten.

Die ganz großen Arbeiten sind mittlerweile erledigt. Vor allem steht die Hütte wieder kerzengerade da. Dies war nach Alpenvereins-Angaben zuletzt nicht mehr der Fall. Im Laufe der Jahre sind für die Statik wichtige Wände und Balken entfernt worden. Im Boden verankerte Stahlseile waren nicht ordentlich gespannt. Die nicht gespannten Seile waren der Grund dafür, dass die Falkenhütte vor dem Umbau extrem schief dastand.

Innenleben wird in Angriff genommen

Nun geht es um die Feinheiten. Wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen, sollen die Arbeiten auf der Falkenhütte im Mai fortgesetzt werden, sagt Siefarth. Dann würde das Innenleben in Angriff genommen, sprich Gas, Wasser, Heizung und Strom. Außerdem werde das durch einen Neubau ersetzte alte Horst-Wels-Haus abgetragen und abtransportiert. Dort waren zuletzt die Handwerker untergebracht. Abschließend steht dann die Renaturierung der Hüttenumgebung an. „Geplant ist die Wiedereröffnung der Hütte für dieses Jahr, ein genaues Datum kann aber derzeit noch nicht genant werden“, sagt Siefarth.

„Engagierter, dynamischer, kinderfreundlicher Hüttenwirt“ gesucht

Momentan sucht die Alpenvereins-Sektion noch per Ausschreibung auf ihrer Homepage einen „engagierten, dynamischen, kinderfreundlichen Hüttenwirt“. Der Kandidat soll demnach unter anderem Erfahrung im Führen eines gastronomischen Betriebs haben, „bevorzugt in einer Alpenvereinshütte“. Ebenso notwendig sei handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Naturverbundenheit. Die Öffnung der Hütte sei Mitte Juli 2020 geplant. „Zur detaillierten Abstimmung des Hüttenbetriebs sollte sich der neue Hüttenwirt (m/w/d) jedoch bereits ab Mai 2020 einbringen können“, heißt es in der Ausschreibung. Es gebe schon „einige Resonanz“, sagt Siefarth: „Die Sektion Oberland freut sich aber weiterhin über Bewerbungen vor allem mit Hüttenerfahrung.“

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