Nach dem Hochwasser in vielen Regionen Bayerns droht unter anderem in einer beliebten Urlaubsregion des Freistaats eine extreme Mückenplage. (Symbolbild)
Durch das Hochwasser in Bayern steigt die Gefahr von einer Mückenplage. Vor allem eine Urlaubsregion im Süden ist betroffen.
München – Das verheerende Hochwasser in Bayern hat dramatische Folgen: Allein in Bayern starben drei Menschen in den Fluten, zudem verloren zahlreiche Menschen ihr Zuhause. Dabei ist die Extremlage noch nicht einmal überwunden – vor allem am Wochenende könnten neue Regenfälle, auch in den Hochwasser-Regionen, für weitere Gefahr sorgen. An anderer Stelle denkt man derweil an die weiteren Folgen der Überschwemmungen – zu diesen zählt auch die Angst vor einer Mückenplage.
Mückenplage in bayerischer Urlaubsregion droht – und das Bekämpfungsmittel fehlt
Laut BR könnte es Anfang nächster Woche schon zu einer Mückenplage am Chiemsee kommen. Grund sind die Überschwemmungen, die den Überschwemmungsmücken (Stech- und Kriebelmücken) ideale Fortpflanzungs- und Verbreitungsbedingungen bieten.
Aktuell hat der Chiemsee laut BR einen Wasserstand von 1,40 Meter. Bereits ab 1,16 Meter erlaubt die Regierung in Oberbayern den Einsatz des Mücken-Bekämpfungsmittels BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) zur Bekämpfung der Stechviecher. Das Mittel wird beim Einsatz großflächig durch Hubschrauber auf die Brutstätten der Mücken aufgesprüht. Es gibt nur ein Problem: das Mittel fehlt.
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Kein BTI in Bayern – Mitarbeiter und Ressourcen fehlen
Der BR verweist auf die Aussagen des Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV Chiemsee) in Rimsting, deren Angaben zufolge die Firma, die das Mittel herstellt und liefert, weder das Mittel selbst zur Verfügung hat, noch die Mitarbeiter, um es auszuliefern.
Der Grund, warum es am Mittel selbst mangelt, ist simpel: Derzeit gibt es laut BR durch das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und am Rhein so viele BTI-Einsätze wie im gesamten vergangenen Jahr. Heißt: Das Mittel ist dort aktuell im Dauereinsatz, für den Chiemsee in Bayern daher einfach keines verfügbar. (fhz)