Betroffene Züchter sollen entlastet werden

Malachit-Affäre: Nach SPD-Vorwürfen setzt Landratsamt erste Hilfsmaßnahmen um

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Nach den Vorwürfen der SPD setzt das Landratsamt Freising in der „Malachitgrün-Affäre“ erste Maßnahmen um.

Nach den Vorwürfen der SPD setzt das Landratsamt Freising in der „Malachitgrün-Affäre“ erste Maßnahmen um. Außerdem führe der Landrat Gespräche mit den betroffenen Züchtern.

Freising – Vor gut einem Jahr hat die Malachitgrün-Affäre hat ihren Lauf genommen. Die SPD hat sich der beiden Freisinger Fischzüchter angenommen, die unverschuldet in Not geraten sind. Im Pressegespräch hatte vor allem SPD-Landtagsabgeordneter Florian von Brunn das Vorgehen des Freisinger Landratsamts massiv kritisiert. Die Kreisbehörde nimmt nun in einer Pressemitteilung Stellung.

Landratsamt arbeite „mit Hochdruck“

Das Landratsamt Freising arbeite „mit Hochdruck“ daran, den Auswirkungen der Gewässerverunreinigung durch den Eintrag vom Malachitgrün entgegenzuwirken. Im Laufe dieser Woche habe das Wasserwirtschaftsamt (WWA) der Kreisbehörde die neuesten Untersuchungsergebnisse des Gewässermonitorings mitgeteilt. Demnach habe sich der Gehalt von Malachitgrün und Leukomalachitgrün in dem Material, das aus dem Betrieb des mutmaßlichen Verursachers ausgeschwemmt wird, bereits reduziert. Um das weiter zu unterstützen, sei bereits eine erste Maßnahme umgesetzt worden: „Der letzte Teich in der Anlage wird als Absetzbecken genutzt“, teilt Pressesprecher Robert Stangl mit.

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Um die Gewässerverunreinigung weiter zu senken, seien in den vergangenen Wochen Maßnahmen erarbeitet und mit den Fachbehörden abgestimmt worden, die demnächst angeordnet werden könnten. Dazu müsse man aber noch letzte rechtliche Fragen abstimmen. Das Monitoring des WWA laufe währenddessen weiter. Parallel dazu werde geklärt, wie belastetes Material aus den sanierten Bereichen fachgerecht entsorgt werden kann.

Landrat führt Gespräche

Der betroffene Züchter Peter Baumgartner hatte im SPD-Gespräch bemängelt, bisher noch keinerlei persönliche Unterstützung von Landrat Josef Hauner erfahren zu haben. Nun teilt die Kreisbehörde mit, dass Hauner und seine Mitarbeiter persönliche Gespräche mit den unschuldig Betroffenen führten und in „ständigem Kontakt“ mit deren Rechtsbeiständen seien. So habe diese Woche Benjamin Nadler, der zweite betroffene Freisinger Züchter, einen Termin im Büro des Landrats. Dabei sei erörtert worden, auf welche Weise er unterstützt werden könne. Stangl: „Unter anderem werden nun schnell und kostenlos die Erlaubnisse zur Entnahme von Grundwasser verlängert, damit teilweise Teiche mit unbelastetem Grundwasser gespeist werden können.“ ft

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