VonTobias Gehreschließen
Die geplante Nachnutzung des Fliegerhorsts wirkt sich auch auf Emmering aus. Im Gemeinderat sorgt man sich vor allem um den zunehmenden Verkehr.
Emmering – Von der Existenz des ehemaligen Militärflugplatzes bekommt man im Alltag so gut wie nichts mit in Emmering. Doch das wird sich ändern, wenn die Pläne der Stadt Fürstenfeldbruck Realität werden. Neben Wohnungen für Tausende Menschen sollen auch viele neue Arbeitsplätze entstehen. Beides wird dazu führen, dass der Verkehr rund um das Areal zunimmt.
Im Gemeinderat stellten Vertreter der Stadt Fürstenfeldbruck und eines Planungsbüros die aktuellen Pläne vor. Emmering ist wie die anderen Anlieger-Kommunen eingeladen, sich am Planungsprozess zu beteiligen. „Wir wollen einen konstruktiven Dialog mit den Nachbarn“, sagte Nadja Kripgans-Noisser, Projektleiterin Fliegerhorst-Konversion bei der Stadt Fürstenfeldbruck.
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Dass es jede Menge Gesprächsbedarf gibt, zeigte sich in der Sitzung am Mittwochabend. Vor allem der zunehmende Verkehr treibt die Emmeringer Ratsmitglieder um. „Das Thema muss ganzheitlich angegangen werden“, sagte Ottmar Altbauer (FW). Er forderte eine intensive Kooperation mit den anderen Anrainer-Kommunen, damit Emmering am Ende nicht die leidtragende Gemeinde sei.
ÖPNV soll wichtig sein
Auch Werner Öl (CSU) forderte, das Thema Verkehr in den Fokus zu nehmen. Bereits jetzt sei Emmering der Haupt-Umleitungsort für Fürstenfeldbruck. Die großen Pläne für den Fliegerhorst hätten massive Auswirkungen auf das kleine Emmering.
Konversions-Planerin Kripgans-Noisser erklärte, dass der ÖPNV eine wichtige Rolle spielen soll. Erschlossen werden soll das Areal zunächst mit Bussen. Später sei auch eine Anbindung an das S-Bahn-Netz denkbar. Die Trassen zur Linie der S 3, über die einst Kohle zum Fliegerhorst geliefert wurde, seien noch vorhanden.
Generell begrüßt wurde die Kooperation von Herbert Groß (Grüne). Er wünschte sich allerdings eine Vertiefung der Zusammenarbeit. „Etwas Gemeinsames entsteht nur, wenn es gemeinsam gemacht wird.“ Groß regte an, ein Gremium mit Vertretern der betroffenen Kommunen zu schaffen. Wenn sich die Stadt Fürstenfeldbruck nur die Wünsche der Kommunen einzeln anhöre, reiche das nicht aus.
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