VonAndrea Hermannschließen
Die Kombination aus Corona-Auflagen und Baustellen-Einschränkung sorgen für diverse neue Regeln in der diesjährigen Moosburger Freibad-Saison. Ein Überblick.
Moosburg – „Das Bad ist in einem hervorragenden Zustand, das Wasser wird passen und der Rasen ist sauber“, sagt Moosburgs Bürgermeister Josef Dollinger bei einem Pressetermin im Moosburger Freibad. Trotzdem wird es zu Einschränkungen kommen, wenn am Mittwoch, 17. Juni, die Badesaison beginnt.
Baustellenlärm ist auf dem Gelände des Moosburger Freibads zu hören, als Bürgermeister Josef Dollinger am Mittwochvormittag zum Pressetermin einlädt: Die Arbeiten am neuen Hallenbad laufen auf Hochtouren – aktuell werden die Streifenfundamente angelegt. Noch ist freie Sicht auf die Bagger, Kipplaster und Arbeiter. Doch schon bald soll ein Baustellenzaun mit Sichtschutzbanner das Freibad von der Baustelle abtrennen. Denn am Mittwoch, 17. Juni, wird das Freibad geöffnet – wenn auch mit Einschränkungen.
Eingang verlegt in Container-Siedlung
Allein die Baustelle bringt Einschränkungen für die Badegäste mit sich. So musste der Freibad-Eingang verlegt werden, da das einstige Kassenhäuschen sowie die Umkleiden und die Wasserwacht-Station abgerissen wurden, um Platz für den Hallenbad-Neubau zu schaffen. Über eine Container-Siedlung gegenüber der FC-Moosburg-Fußballplätze geht’s in dieser Saison ins Freibad.
Maximal 600 Gäste dürfen ins Freibad
An der provisorischen Kasse werden künftig grüne Chips ausgegeben. So wissen die Mitarbeiter genau, wann die Obergrenze von 600 Besuchern erreicht ist. Denn die Corona-Auflagen zwingen die Stadt Moosburg dazu, die Besucherzahl zu begrenzen. Damit trotzdem alle in den Genuss des Freibads kommen, appelliert Dollinger an die Vernunft der Badegäste, mit Rücksicht auf andere den „Aufenthalt nicht zu lange“ zu gestalten“ – zwei bis drei Stunden wären eine gute Lösung. Immerhin kämen an schönen Tagen und bei regulärem Betrieb „über 3000 Badegäste“, weiß der Bürgermeister.
Noch eine Corona-bedingte Änderung gibt es: „Wir müssen die Personalien pro Familie aufnehmen“, kündigt Dollinger an. Damit die Wartezeit an der Kasse nicht zu lange wird, bittet der Rathauschef die Besucher, bereits Zuhause das entsprechende Formular auszufüllen, das man auf der Homepage der Stadt Moosburg findet.
Provisorische Sammelumkleiden
Bademeister Rostislav Zinitch weist auf weitere Einschränkungen hin: „Es wird keine geschlossenen Umkleiden, kein warmes Wasser in den Duschen und keine Schließfächer geben.“ Laut Dollinger wäre es „ideal, wenn die Badegäste bereits in Badekleidung kommen“. Ist das nicht möglich, stehen Bauzaun-Sammelumkleiden zur Verfügung. Und natürlich gilt auf der rund 9000 Quadratmeter großen Fläche, Abstand zu halten.
Einbahn-Regelung im Schwimmerbecken
Die Abstandsregel gilt auch in den Becken, weshalb es auch hier Begrenzungen gibt: Ins Schwimmerbecken dürfen höchsten 80 Personen, ins Nichtschwimmerbecken 55 Badegäste, in den Kleinkinderbereich 20 Besucher und ins Babyplanschbecken sechs Leute. Zudem gilt im Schwimmerbecken eine Einbahnstraßen-Regelung. Will heißen: Auf drei Doppelbahnen darf hintereinander und mit Abstand geschwommen werden, wobei die Bahnen 5 und 6 für die Sportler reserviert sind und die anderen für die Freizeitschwimmer.
Wer nach dem Schwimmen eine Stärkung benötigt, kann wie gewohnt am Kiosk einkaufen, der sich im Container-Bereich und damit in unmittelbarer Nähe zur Kasse, den Räumen der Badeaufsicht und der Wasserwacht sowie den Toiletten befindet.
Rauchen ist ab sofort verboten
Eines ist Josef Dollinger – unabhängig von Corona – wichtig: „Das Freibad wurde zur rauchfreien Zone erklärt.“ Zwar gebe es eine kleine Raucherecke, aber ansonsten sei das Rauchen auf dem Freibad-Gelände künftig verboten. „Da wären wir sehr verbunden, wenn das eingehalten wird.“ Bei all den Änderungen und Einschränkungen bleibt eines gleich: der Eintrittspreis. Einziger Wermutstropfen: Online-Tickets können vorab nicht erworben werden – „dazu sind wir technisch nicht in der Lage“, so Dollinger. Allerdings arbeite man daran, auf der Homepage zumindest Angaben über die aktuelle Besucherzahl machen zu können.
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