51,9 Millionen Euro für Generalsanierung

Asamgebäude kostet drei Millionen Euro mehr – Eröffnungstermin verschiebt sich

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Keine guten Aussichten: Weil der Dachstuhl ein deutlich größeres Schadensbild aufweist als erwartet, wird die Asam-Sanierung teurer.
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Die Generalsanierung des Asamgebäudes in Freising wird noch einmal teurer - und der Eröffnungstermin verschiebt sich weiter nach hinten.

Freising – Das war fast zu erwarten: Die Generalsanierung des Asamgebäudes in Freising, die 2016 mit einer Kostenberechnung von 46,4 Millionen Euro beschlossen und dann auf 48,1 Millionen erhöht wurde, wird noch einmal teurer: 51,9 Millionen Euro wird das Mammutprojekt nun kosten. Es waren also keine guten Nachrichten für die Mitglieder des Finanzausschusses, die die Kostensteigerung wohl oder übel zur Kenntnis nahmen und dem Stadtrat zur Absegnung empfohlen. Und es wird nicht nur teurer: Die Eröffnung des Asamgebäudes muss nach hinten verschoben werden. Sie soll nun in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 erfolgen.

Dachstuhl mit deutlich mehr Schäden als gedacht

Architekt Christoph Wollmann und Projektsteuerer Helmut Grepmair waren gekommen, um die neue Botschaft zu überbringen und die Gründe für die Kostensteigerung zu benennen: Der Dachstuhl wies ein deutlich größeres Schadensbild auf, als man das zu Beginn der Sanierungsarbeiten erwartet hatte. Die Folge: Deutlich mehr Holzbauteile waren von Schädlingen befallen und mussten ausgetauscht werden – das betraf den Traufbereich, manche Holzbalken und auch Schwellenhölzer. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, musste zudem eine Dachschalung angebracht werden.

Ein anderer Punkt, der wesentlich ins Geld ging, waren die Arbeiten an der Bodenplatte. Hier mussten flächendeckend Drainageleitungen verlegt und im Südflügel eine Betonsperre eingebaut werden, um im Erdgeschoß trockene Räume zu erhalten. Zudem musste durch zusätzliche Maßnahmen das Eindringen von Wasser aus der Moosach verhindert werden, wie umfangreiche hydrogeologische Untersuchungen ergeben hatten.

„Verlängerung der Bauzeit“

Außerdem mussten entgegen der ursprünglichen Planung bereits im Rahmen der Generalsanierung bestimmte Arbeiten in den Erdgeschoßräumen durchgeführt werden, von denen man eigentlich geplant hatte, dass sie die künftigen Nutzer und Mieter zu bewerkstelligen hätten oder man sie gar nicht benötige: Beispielsweise sollen eine mechanische Lüftung oder auch bereits im Zuge der Sanierungsmaßnahme ein Teil der Küche für die künftige Gastronomie im Südflügel eingebaut werden. Und schließlich sei zum Zeitpunkt der Beschlussfassung nicht absehbar gewesen, dass die Baupreissteigerungen von Jahr zu Jahr so gewaltig waren und immer noch sind.

Nicht genug damit, dass das Projekt wegen der neuen Erkenntnisse teurer wird. Die zusätzlich notwendigen Arbeiten führen auch zu „einer Verlängerung der Bauzeit“. Nach aktuellem Stand ist der Gesamtfertigstellungstermin nun für die zweite Jahreshälfte 2022 angestrebt.

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