VonManuel Eserschließen
Die FDP Freising möchte ein Alternativ-Volksfest für Freising anstoßen. Andere Städte hätten es erfolgreich vorgemacht. Was sagt der OB?
Freising – Der Stadtrat der FDP, Jens Barschdorf, fordert die Stadt Freising in einem Antrag auf, alternative Konzepte zu prüfen, Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Barschdorf möchte vor allem einen Ersatz für das eigentlich unverzichtbare Volksfest und verweist auf andere Städte, die alternative Konzepte bereits umgesetzt oder zumindest in der Planung hätten.
Zwei Erdinger Gastronomen hatten etwa die Idee, für die Erdinger Volksfestfreunde ein Drive-In-Volksfest auf dem dortigen Festgelände zu veranstalten – und die Stadt gab dafür Grünes Licht. So lief in der Christi-Himmelfahrt-Woche täglich von 11 bis 20 Uhr der Drive-In-Betrieb in einer Volksfestmeile, wo sich ein Verkaufsstand an den nächsten reihte. Wiesn-Schmankerl wie Steckerlfisch, Hendl, Haxen, Brezen, aber auch Süßes wie Schokofrüchten oder Lebkuchenherzen und natürlich Bier gab es während der Durchfahrt mit dem Auto. Essen und Getränke wurden ins Auto gereicht, durften aber nicht vor Ort konsumiert werden.
Alternativ-Volksfest: In Landshut war es ein Renner
Bereits vor Wochen hatte man dieses Konzept erfolgreich in Landshut umgesetzt. In Dachau wiederum ging bereits das erste von mehreren Auto-Konzerten über die Bühne, wo die Besucher quasi in fahrbaren Quarantäne-Boxen saßen – ihrem Pkw. Und beim „Rosenheimer Sommer“ soll zumindest ein Hauch Herbstfeststimmung aufkommen, wenn in der Innenstadt Fahrgeschäfte, ein Karussell und Essensbuden aufgebaut werden. Barschdorf: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch in Freising ein Konzept aufstellen können, das uns ein wenig Volksfestgefühl in die Stadt bringt, und bei dem auch entsprechende Hygienevorschriften eingehalten werden können“. Konkrete Vorschläge macht Barschdorf in seinem Antrag indes nicht.
OB Tobias Eschenbacher erklärte auf Anfrage, man werde in der Verwaltung die Möglichkeiten alternativer Veranstaltungen prüfen. Danach werde sich der zuständige Ausschuss damit befassen. Was man in anderen Städten auf die Beine gestellt habe, habe man freilich mit Interesse mitverfolgt.
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